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Segeberg Rickel hält Platt hoch
Lokales Segeberg Rickel hält Platt hoch
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18:48 01.04.2009
Rickling

„Wir sagen hier alle Rickel“, erklärt Uwe Milbrand, Vorsitzender des Plattdütsch Vereen. Er hat vor fast zwei Jahren gemeinsam mit dem damaligen Amtsvorsteher Günter Timm den Anstoß zur zweisprachigen Beschilderung gegeben.

„Wir wollten ein Zeichen für den Erhalt unsere Muttersprache setzen“, betont Milbrand, der in Nordfriesland ähnliche Schilder gesehen hatte.

Schnell war der Verein überzeugt. Die kommunalen Gremien brauchten etwas länger. Erst mussten Kultur- und Sozialausschuss sowie Bauausschuss und letztlich die Gemeindevertretung zustimmen.

An drei Ortseingängen stehen die Tafeln bereits: am Rethwisch, am Kiesberg und an der Daldorfer Straße. Vier weitere sind bestellt. Von den Kosten in Höhe von 1500 Euro hat ein privater Spender, der nicht genannt werden möchte, 600 Euro übernommen.

„Die zweisprachigen Ortsschilder werden auch ein Signal für den Ort und seine Bevölkerung sein, dass sie in einer plattdeutschen Region mit einer plattdeutschen Kultur leben“, hofft Milbrand. Die Chancen für den Erhalt der Sprache stünden in Rickling gut. Immerhin 80 Prozent der Einwohner verstehen noch die Heimatmundart. Etwa die Hälfte davon sprechen sie auch.

Freuen würden sich die Plattdeutschen in Rickel, wenn andere Gemeinden ihrem Beispiel folgen. Dass Plattdeutsch zur Amtssprache wird, wollen sie ja gar nicht verlangen. Plattdeutsche Formulare seien weniger wichtig als dass Leute in der Verwaltung arbeiten, die wie Außenstellenleiter Herbert Bornhöfft des Plattdeutschen mächtig sind.

Fehlen nur noch die plattdeutschen Bezeichnungen auf Landkarten. Im Jahr 1650 war man schon mal so weit, weiß Milbrand. Auf den ältesten erhaltenen Karten steht neben Rickling auch „Ryckell“.

dsn

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