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Segeberg Eine junge Frau will Kütbach entthronen
Lokales Segeberg Eine junge Frau will Kütbach entthronen
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18:55 13.07.2018
Von Einar Behn
Klaus-Dieter Hinck (links) und Jan-Uwe Schadendorf stellten Bewerberin Verena Jeske vor. Quelle: Einar Behn
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Bad Bramstedt

Die SPD-Mitgliederversammlung hatte die südlich von Hamburg in Seevetal lebende Bewerberin am Donnerstagabend einstimmig zur Kandidatin gekürt. Aber die will davon gar nicht so viel wissen. „Ich bin parteilos“, betont sie und so will sie auch ihren Wahlkampf führen. Keine SPD-Plakate, nur ihr Konterfei. Der Bad Bramstedter SPD-Fraktionsvorsitzende Jan-Uwe Schadendorf sagte: „Nach 18 Jahren wird es Zeit, dass frischer Wind im Rathaus weht.“ Solange „regiert“ Kütbach bereits und er hat sich auch für eine vierte sechsjährige Amtszeit beworben. Die SPD werde sich aber aus dem Wahlkampf heraushalten. „Wir wollten eine Kandidatin, die für alle Bürger wählbar ist“, betonte auch Klaus-Dieter Hinck, SPD-Ortsvereinsvorsitzender.

Kandidatin stammt aus Grimmen

Die 39-jährige sieht sich bestens gerüstet für das Amt. Sie stammt aus Grimmen, eine Kleinstadt in Mecklenburg-Vorpommern. Nach dem Abitur absolvierte sie ein Fachhochschulstudium für öffentliche Verwaltung, arbeitete im Bauamt der Stadt Grimmen und ist nun Regierungsrätin im Bundesamt für Seeschifffahrt und Hydrologie in Hamburg.

„Ich möchte aber mehr mit Menschen zu tun haben“, begründete sie ihre Entscheidung zur Bürgermeisterkandidatur. Das fehle ihr in ihrem jetzigen Beruf. „Und als Bürgermeisterin kann ich die Früchte meiner Arbeit besser sehen, wenn ich nach Feierabend durch die Stadt gehe.“ Das hat sie vor, denn mit Ehemann und den beiden Söhnen, zwei und neun Jahre, will sie im Fall ihrer Wahl auch nach Bad Bramstedt ziehen. „Es ist eine liebevolle Stadt mit den vielen Auen“, hat sie festgestellt.

Gewerbeansiedlung liegt ihr am Herzen

Förderung der Familienfreundlichkeit, bezahlbarer Wohnraum, gute ärztliche Versorgung – die Liste ihrer Ziele ist lang, unterscheidet sich aber nicht davon, wofür der Amtsinhaber steht. „Ich kann aber auch wirtschaftlich denken“, betont Verena Jeske, nicht zuletzt auch, weil ihr Mann als Unternehmer ein Technologieunternehmen mit 80 Mitarbeitern führt. Da bekomme sie ja täglich mit, wie ein Wirtschaftsunternehmen funktioniere. Die Gewerbeansiedlung sei ihr deshalb sehr wichtig. Die geschehe in Bad Bramstedt zurzeit eher zufällig, ergänzte Schadendorf. Deshalb sei es wichtig eine auf diesem Feld versierte Bürgermeisterin zu haben.

39-Jährige war in Neustadt/Holstein unterlegen

Schadendorf wollte die Präsentation einer Gegenkandidaten nicht als „Generalkritik“ an Kütbach verstanden wissen. Trotz mancher Mängel in seiner Amtsführung sei die Zusammenarbeit mit dem Bürgermeister gut. Aber eine personelle Erneuerung an der Rathausspitze werde der Stadt nach so langer Zeit wohl tun.

Die 39-Jährige tritt übrigens nicht zur ersten Bürgermeisterwahl an. Im März hatte sie sich um das Bürgermeisteramt in Neustadt in Holstein beworben, unterlag dort jedoch. Sie habe dabei wichtige Wahlkampferfahrungen gesammelt, so Verena Jeske. „Ich bin im Schneesturm von Haus zu Haus gegangen.“

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