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Segeberg Kurioser Fund: VW Käfer liegt im Garten
Lokales Segeberg Kurioser Fund: VW Käfer liegt im Garten
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19:36 12.06.2018
Von Lutz Timm
In stundenlanger Fleißarbeit haben Stefan Diehr (links) und Michael Kapteina einen vergrabenen VW Käfer freigelegt. Jetzt soll der Oldtimer geborgen werden. Quelle: Lutz Timm
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Schmalfeld

Vom Fieber der Schatzsucher gepackt, wollen sie jetzt herausfinden, wie alt der Käfer ist, warum er verbuddelt wurde - und wieso er auf dem Kopf liegt.

Warum das Auto auf dem Kopf liegt, ist unklar

Nur etwa 15 Zentimeter unter der Erde schlummerte mitten in Schmalfeld jahrelang ein Relikt, das das Herz eines jeden VW-Fans höher schlagen lässt: ein taubengrauer VW Käfer, vermutlich aus den 1950er Jahren, samt Sitzen und Lenkrad. Am vergangenen Sonnabend entdeckte Kapteina den Volkswagen, als er ein Loch für eine Wassersammeltonne graben wollte. „Als ich beim Frühstück saß hat er dann Sturm geklingelt“, erzählt Stefan Diehr. Sofort hätten die beiden Männer angefangen, das Auto auszugraben – und stellten schnell fest, dass der Käfer verkehrt herum lag. „Außerdem fehlten die Achsen, der Motor und die Türen.“

Wie und warum der VW unter die Erde gelangte, ist bislang unklar. Diehr vermutet jedoch, dass die früheren Besitzer den Wagen einfach in einer Grube im Garten verklappt haben könnten.  Dafür spräche auch, dass schwere Teile fehlen und die Fahrzeugsäulen vermutlich zerflext wurden, erläutert der VW-Experte. „Jetzt wollen wir das Rätsel des Käfers lösen, es hat mittlerweile die ganze Familie gepackt“, berichtet Diehr.

VW-Experte Diehr schätzt das Baujahr auf die 1950er Jahre

Weil Stefan Diehr selbst passionierter VW-Fahrer ist, hat er das „Projekt Käfer“ für seinen Nachbarn in die Hand genommen. Der 49-Jährige hat einen Käfer von 1986 und einen Karmann-Ghia von 1972 – ein Sportwagen auf der Basis des Käfers – in der Garage stehen.

Anhaltspunkte für das Alter hat er schon entdeckt, etwa das Lenkrad und die Scheinwerfer „Außerdem haben wir in der B-Säule die Schächte für die Winker entdeckt“, erläutert Diehr. Die Vorläufer der Blinker seien bis 1960 verbaut worden. Ein weiterer Hinweis ist laut Diehr die Form der Heckscheibe. So seien bis Mitte 1953 sogenannte Brezelfenster mit einem Mittelsteg üblich gewesen, anschließend bis 1958 Ovali-Fenster, danach etwas größere Scheiben. Eines dieser Modelle vermutet Diehr in dem Käfer. „Daher tippe ich auf Mitte bis Ende der 1950er Jahre.“

Und was soll mit dem Käfer nach der Bergung passieren? „Keine Ahnung“, sagt Diehr, „das müssen wir uns noch überlegen. Aber er kommt nicht auf den Schrott, das bringe ich nicht übers Herz.“

Michael Kapteina hat bei Erdarbeiten einen seltenen Fund im Garten gemacht: ein vermutlich rund 60 Jahre alter VW Käfer lag kurz unter der Erdoberfläche verkehrt herum auf seinem Grundstück in Schmalfeld. Mit seinem Nachbarn Stefan Diehr buddelte Kapteina das Auto aus. VW-Liebhaber Diehr jubelt über die Sensationsentdeckung und will "das Rätsel des Käfers lösen".
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