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Festival gegen Rassismus

Schulen mit Courage Festival gegen Rassismus

Wie gehen wir mit Rassismus im Alltag um – reagieren oder ignorieren? Schüler von elf Schulen aus dem Kreis Segeberg positionieren sich da ganz klar und halten dagegen.

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Sie beziehen Stellung gegen Diskriminierung: Annika Hellberg, Lenja Sill und Niclas Jahn (von links) beim Fachtag Schule ohne Rassismus in der Jugendakademie in Bad Segeberg.

Quelle: Petra Stöver

Bad Segeberg Eutin. Couragiert wollen sie für ein faires und friedliches Miteinander eintreten. Dazu verpflichten sie sich, wenn ihre Schule den Titel „Schule ohne Rassismus - Schule mit Courage“ erhält. Damit das Anliegen auch nach der Verleihung in den Köpfen verankert bleibt, lädt die Aktion Kinder- und Jugendschutz Schleswig-Holstein einmal im Jahr zu einem landesweiten Fachtag ein. Dazu trafen sich am Donnerstag rund 90 Schüler in der Jugendakademie in Bad Segeberg.

Mit von der Partie waren Lenja Sill (12, aus Wahlstedt), Niclas Jahn (16, aus Henstedt-Ulzburg) und Annika Hellberg (15, aus Bornhöved). Ihre Schulen gehören dem Netzwerk Kreis Segeberg an. Elf sind es im Kreisgebiet, 66 Schulen im Land. Bei einem ersten Regionaltreffen sei der Wunsch deutlich geworden, kreisweit eine gemeinsame Aktion auf die Beine zu stellen. Damit wollen die Schüler nach außen wirksam werden. Ihre Idee, ein „Festival der Kleinkunst“ für und mit Courage-Themen zu veranstalten, nimmt mittlerweile konkrete Formen an, kündigte Ali Evdedurmaz (Jugendakademie) an. Theater, Musik und mehr sollen am 25. August 2018 in der Jugendakademie in Bad Segeberg aufgeführt werden. Dann präsentieren sich auch die Schulen sich mit ihren Projekten.

„Wir stellen Armbänder her, die wir verkaufen wollen“, gab Lenja ein Beispiel. Die Zwölfjährige besucht die Richard-Hallmann-Schule in Trappenkamp und macht in einer Arbeitsgruppe „ohne Rassismus, mit Courage“ mit. Was sie Donnerstag in den Workshops lernte, will sie ebenso wie Niclas und Annika an die Mitschüler weitergeben. Die Teilnehmer sollten an dem Fachtag auch erfahren, „dass sie nicht als Einzelkämpfer unterwegs sind“, sagte Medi Kuhlmann, die das Projekt landesweit koordiniert. Sie sei damit zufrieden, dass sich 66 Schulen im Land seit 2001 dem Courage-Netzwerk angeschlossen haben. Die Teilnahme sei Selbstverpflichtung, Kontrolle gebe es nicht. Deshalb sei noch keiner Schule der Titel aberkannt worden.

Niclas Jahn besucht das Olzeborch-Gymnasium in Henstedt-Ulzburg und gehört als Schülersprecher der Arbeitsgruppe an. Da betätigt er sich gern, „weil ich gegen Ausgrenzung jeglicher Art bin, weil es nicht auf äußerliche Merkmale ankommt, wie man behandelt wird“. Annika Hellberg findet es „gut, sich dafür einzusetzen, dass jeder Mensch gleichberechtigt leben soll“.

Von Petra Stoever

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