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Segeberg Trotz Hitze hinauf zu den Wolken
Lokales Segeberg Trotz Hitze hinauf zu den Wolken
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17:53 26.07.2018
Im vollverglasten Cockpit wird es schnell bis zu 60 Grad Celsius heiß. Die Wahlstedter Segelflieger genießen das Sommerwetter trotzdem. Quelle: karsten wilkening
Wahlstedt

„Gestern Mittag haben wir deshalb den Flugbetrieb abgebrochen – sonst schmilzt man im Cockpit weg“, lautete das schlichte Fazit von Fluglehrer Sebastian Behlke aus Lübeck. Beim diesjährigen Fliegerlager hat er sich neben vielen anderen Fluglehrern bereit erklärt, vor allem den jungen Flugschülern im Alter von 14 bis 19 Jahren jeden Tag für deren Pilotenausbildung zur Seite zu stehen.

Mit drei Schulungsflugzeugen geht es unablässig in die Luft, um vor allem das Starten und Landen zu üben. Die Winde spult dabei zuverlässig das 800 Meter lange Stahlseil auf, so dass beim Ausklinken etwa 350 Meter Höhe erreicht werden. Der Turbodiesel mit seinen 300 Pferdestärken hat genügend Leistungsreserven, um selbst bei der dünnen, heißen Luft die Segelflugzeuge sicher in die Luft zu bringen.

Flugbetrieb wurde wegen der Hitze unterbrochen

Nach dem Ausklinken gleiten die Piloten in den Übungsraum im südlichen Bereich des Flugplatzes, um dort nach Aufwinden zu suchen. Zumeist klappt es, und unter Aufsicht des Fluglehrers fliegt der Flugschüler Vollkreise, um sich langsam in die Höhe zu schrauben.

Manchmal greift die Thermik so stark unter die Tragflächen, dass das Flugzeug mit mehr als vier Metern pro Sekunde in die Höhe getragen wird. Allerdings ist über Wahlstedt in rund 1300 Metern Höhe Schluss, denn dort beginnt der Luftraum für die großen Airliner, die im Anflug auf Hamburg Fuhlsbüttel den Bereich queren. Bei einem unerlaubten Steigen über die vorgegebene Höhe hinaus könnte es zu gefährlichen Situationen kommen. Deshalb wird der Steigflug der Segelflugzeuge dann abgebrochen und die gewonnene Höhe in Strecke umgesetzt.

Was am Flugplatz zunächst ausgiebig geübt wird, setzt der Flugschüler dann mit seinen ersten eigenen Flügen bis 50 Kilometer fort, um seine sportlichen Prüfungen abzulegen. Insgesamt sind bis zu 30 Teilnehmer vom Luftsportverein Kreis Segeberg und vom Aero Club zu Lübeck auf dem Flugplatz versammelt, um das gemeinsame Sommerlager bei besten Bedingungen zu genießen. und die vorteilhaften Bedingungen vor allem in der Luft zu genießen. Selbst Fluglehrer Claus Cordes aus Lübeck, der sonst beruflich einen Airbus A380 steuert, nimmt die Schweißperlen vor dem Start in seinem Einsitzer in Kauf, denn bei so guten Sichtweiten und ausreichender Thermik ist es ein Genuss, in der Luft zu sein

Von Karsten Wilkening

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