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Segeberg Fundsachen werden jetzt untersucht
Lokales Segeberg Fundsachen werden jetzt untersucht
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18:15 26.10.2018
Von Nicole Scholmann
An einem abgelegenen Teich bei Seth suchen Einsatzkräfte der Polizei nach der Leiche von Heike Lehmann. Quelle: Nicole Scholmann
Seth

Der Fall der vor 36 Jahren verschwundenen Heike Lehmann bewegt nicht nur die engsten Familienangehörigen, Nachbarn und Freunde, sondern auch die Ermittler der Mordkommission. Vor gut einer Woche endete die Suche in einem verschlammten Teich in der Sether Feldmark zunächst erfolglos. „Trotz aller professionellen Distanz wird von den Beamten das Leid gesehen. Für die Familie muss endlich ein Abschluss gefunden werden“, sagt Kriminalhauptkommissar Oliver Pohl. Es herrsche großes Mitgefühl im Kommissariat, „wir möchten den Fall aufklären“.

Drei Tage lang hatten über 60 Polizeibeamte nach Hinweisen auf den Verbleib von Heike Lehmann gesucht. Etliche Kubikmeter Schlamm waren aus einem Teich zwischen Seth und Oering gebaggert und mühsam mit Harke und Schaufel durchgesehen worden. Ein Landwirt hatte im Vorwege verdächtige Sachen dort gefunden und sich an den Vermisstenfall erinnert. Auf Anordnung der Staatsanwaltschaft hin habe die Polizei in Seth mit der aufwändigen Arbeit begonnen. Man nehme jeden Hinweis in dieser Sache ernst.

Tierknochen gefunden

Gefunden wurden in dem stinkenden Schlamm tatsächliche Dinge, die nun weiter kriminaltechnisch untersucht werden. Über Art und Menge schweigt die Polizei aus ermittlungstaktischen Gründen. Eine heiße Spur, so Polizeisprecher Pohl, sei allerdings nicht dabei. „Wir haben zwar Knochen gefunden, die stammen aber von Tieren“, berichtet er. Auch Kleidungsstücke seien unter den Fundsachen gewesen. Der Familie wurden mehrere Dinge vorgelegt. Aber weder die Mutter noch die Schwester der Verschwundenen konnten die Sachen Heike Lehmann zuordnen.

Alles, was die Einsatzkräfte aus dem Schlamm des Teichen geborgen haben, wird nun von Spezialisten des Landeskriminalamtes untersucht. „Das kann aber einige Wochen dauern“, erklärt Pohl.

Heike Lehmann war am 12. September 1982 frühmorgens verschwunden. Ihr damaliger Freund hatte die 20-Jährige nach eigenen Angaben nach einem Ball auf der Messe Norla vor der Haustür abgesetzt. Seitdem fehlt jede noch so kleine Spur der damals Schwangeren. Der vor einer Woche durchsuchte Teich wurde bei der Aktion vor fast vier Jahrzehnten nicht näher betrachtet. Heike Lehmann Lebensgefährte war mehrfach ins Visier der Polizei geraten, nachgewiesen wurde nie etwas. Bis heute wurde von der Familie nicht beantragt, ihre Heike für tot zu erklären.

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