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Segeberg MTV soll die Gosch-Jansen-Halle bekommen
Lokales Segeberg MTV soll die Gosch-Jansen-Halle bekommen
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08:30 08.03.2018
Von Michael Stamp
Die Gosch-Jansen-Halle an der Marienstraße in Bad Segeberg soll für 30 Jahre an den MTV vermietet werden. Der Sportverein will das Gebäude in sein Trainingsprogramm einbinden. Quelle: Matthias Ralf
Bad Segeberg

An der Halle müsste baulich einiges gemacht werden, denn weder Dach noch Fassade oder Fußboden sind in einem zeitgemäßen Zustand. Der Tennisclub hat das Gebäude im vergangenen Jahr nicht ohne Grund an die Stadt zurückgegeben.

Architekt Peter Rottgardt schätzt die Kosten für Sanierungen und eine Erweiterung um Umkleiden, Toiletten und Geräteraum auf knapp 400.000 Euro. Die Stadt Bad Segeberg soll hiervon maximal 160.000 Euro tragen; den Rest soll über Fördermittel und Eigenleistungen des MTV hereinkommen. Ausschussvorsitzender Jens Lichte (SPD) wertete das Gesamtpaket als „eine gute Sache“. Sein Fraktionskollege Uwe Rönnfeldt pflichtete ihm bei: „Wir werden eine voll funktionsfähige Halle bekommen. Die Vereine suchen doch händeringend nach Hallenzeiten.“

Ralf Schaffer (BBS) erklärte, die Wählergemeinschaft werde diese Verpachtung ablehnen. „Es ist keine Entscheidung gegen den MTV, sondern eine Entscheidung für die vereinsungebundene Jugend.“ Dies sei "die letzte Chance“, mittel- und langfristig etwas für diese Gruppe junger Leute zu tun. Angedacht ist eine Indoor-Skateranlage. Der Neubau eines Gebäudes für die jungen Leute an anderer Stelle würde „immense Kosten bedeuten“.

Der SPD-Konter ließ nicht auf sich warten. Rönnfeldt wies darauf hin, dass der MTV für Jugendarbeit steht. „Von den 1773 Mitgliedern sind 590 entweder 25 Jahre oder jünger.“ Ein Großteil der Bad Segeberger im Schüleralter sei in Vereinen organisiert. Und für die Anderen biete die Stadt den Jugendtreff, sekundierte Lichte. „Das Szenario, für die Jugend geht das Licht aus, ist deutlich übertrieben.“ Der Mietvertrag für den jetzigen Jugendtreff in der Mühle laufe bis 2024 und könne um fünf Jahre verlängert werden. Ansonsten werde die Stadt bis dahin eine andere Lösung finden.

Nach Ansicht der Sozialdemokraten wäre ein Umbau der Gosch-Jansen-Halle als reine Jugendeinrichtung nicht finanzierbar, wie Lichte sagte. „Wo wollen Sie denn die 400000 Euro hernehmen? Der Kreis würde uns so eine Kreditaufnahme verbieten.“ CDU und SPD stimmten für den Pachtvertrag, die drei BBS-Vertreter dagegen. Karin Berndt (Grüne) enthielt sich.

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