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Segeberg Im September Spendenlauf für Djelly
Lokales Segeberg Im September Spendenlauf für Djelly
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07:39 27.07.2018
Das Schicksal der kleinen Djelly Niemeier aus Lentföhrden hat ganz viele Menschen tief bewegt und eine Welle der Hilfsbereitschaft losgetreten. Darüber sind die Eltern Daniela und Dennis Niemeier überglücklich. Quelle: Georg Grommes
Lentföhrden

Wie die Segeberger Zeitung berichtete, hatten sich die Eltern der Sechsjährigen, Daniela (34) und Dennis Niemeier (40), nach langem Zögern an die Öffentlichkeit gewandt und um Spenden für die Anschaffung eines speziell ausgerüsteten Transporters gebeten, für dessen Anschaffung sie einfach kein Geld haben. Mit ihrer Geschichte haben sie nicht nur einzelne Menschen bewegt, sondern ein ganzes Dorf in Bewegung gebracht.

Ihre Tochter, so hatten die Niemeiers zehn Monate nach der Geburt erfahren, leidet an Spinaler Muskelatrophie (SMA), einer genetisch bedingten Krankheit. SMA bedeutet – vereinfacht erklärt –, dass alle Muskelfunktionen im Körper schleichend schwächer werden, bis am Ende auch die Atmung erlischt. Eine Heilung gibt es nicht. Die Lebenserwartung, sagten Ärzte damals den verzweifelten Eltern, liegt bei etwa zwei Jahren.

Djelly kann sich kaum bewegen

Inzwischen ist Djelly sechs geworden. Sie kann sich kaum bewegen, muss dauerhaft beatmet und künstlich ernährt werden. Ihren Speichel kann sie nicht schlucken, wie es gesunde Menschen tun. Er muss regelmäßig maschinell abgesaugt werden.

Weite Wege sind damit nicht möglich, dabei liebt Djelly diese Ausflüge. „Wir sehen“, sagt Daniela Niemeier, „wie unserer Tochter alle neuen Eindrücke aufsaugt wie ein Schwämmchen, sich alles genau merkt und noch Tage später wiedergeben kann.“

Ein Transporter ist kaum erschwinglich

Ein großer Transporter, zweckmäßig umgebaut, könnte Abhilfe schaffen. Doch der ist teuer, sehr teuer sogar. 57000 Euro lautete das Angebot einer Firma, und da war schon ein gewaltiger Nachlass drin. „Unerschwinglich“, sagte Dennis Niemeier damals. Als Gas- und Wasserinstallateur verdient er allein den Unterhalt.

Inzwischen scheint nichts mehr unmöglich. Durch die Veröffentlichung der Segeberger Zeitung erfuhren viele Leser vom Schicksal der kleinen Djelly. Darunter auch der rührige Ronny Sikora aus Lentföhrden. Der 41-Jährige ist erfahrener Eventmanager, kennt eigentlich alles und jeden, ist deshalb besonders schnell bei der Hand, wenn es gilt, Dinge zu organisieren.

Am 23. September wird gelaufen

Die Niemeiers kannte er allerdings bis dahin nicht, „weil die ja in ihrem Haus irgendwie gefangen waren“. Sikora knüpfte den Kontakt und ging dann an die Planung. Inzwischen steht fest: Am Sonnabend, 23. September, wird sich ganz Lentföhrden gewaltig bewegen.

Unterstützt von allen Parteien, Vereinen, Feuerwehr, Landjugend, Landfrauen, örtlichen Handwerks- und anderen Betrieben, dem DRK und der AOK startet ein großer Spendenlauf für Djelly. Alle Startgelder und Gastronomieerlöse gehen, abzüglich der Selbstkosten, an die Deutsche Muskelstiftung. Dort gibt es ein eigenes Konto für Djelly. Rund 23500 Euro sind dort schon eingegangen.

Anmeldungen zum Lauf sind  ab sofort unter www.lentföhrden-läuft.de möglich.

Auch wer nicht teilnimmt, kann spenden: Überweisungen mit dem Verwendungszweck „Djelly“ an die Deutsche Muskelstiftung, Bank für Sozialwirtschaft, IBAN DE11 6602 0500 0008 7390 00.

Von Georg Grommes

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