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Segeberg Vorwurf: Tricksereien bei Kandidatenkür
Lokales Segeberg Vorwurf: Tricksereien bei Kandidatenkür
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11:31 07.03.2018
Von Gerrit Sponholz
Für die Kommunalwahl im Mai nominierten die Altmitglieder der KWS in Stocksee ihre Kandidaten - bevor sie die vielen Neuen aufnahm. Quelle: Nicolas Armer/Symbolfoto

Der Grund: Die Altmitglieder hatten zuvor die Tagesordnung so geändert, das nur sie votieren konnten.

Eingeladen hatte die KWS ihre 19 Altmitglieder in die Alte Schule. Unter Punkt 5 sollten zunächst die Neumitglieder aufgenommen werden, unter Punkt 11 stand die Wahl der Direkt- und Listenkandidaten für die Kommunalwahl am 6. Mai.

Kritiker: KWS hatte Angst vor Demokratie

Der Ansturm war groß. 16 Stockseer wollten der KWS beitreten.  Während der Versammlung aber wurde der Punkt Neuaufnahme überraschend hinter den Punkt Kandidatenwahlen geschoben.

Meike Meyer mit ihrem Mann Marco und Tochter Franziska fühlten sich an dem Abend ausgebootet. Sie verließen den Saal. „Ich bin ziemlich erbost“, sagt Meike Meyer. „Das ist keine Demokratie, sondern ein Armutszeugnis für Stocksee. 17 Leute bestimmen letztlich über die Dorfpolitik.“ Die KWS habe Angst vor Demokratie und wohl die Sorge gehabt, ihre Kandidaten nicht durchzubekommen. Möglicherweise sei es auch darum gegangen, die Interessen der Landwirtschaft kaltzustellen. Auch von anderen Neumitgliedern kam Kritik. 

KWS: Es lief alles demokratisch

Versammlungsleiter und Spitzenkandidat Günter Hagemann weist die Vorwürfe zurück. „Wir wollten unseren Wählerauftrag weiterführen können.“ Seit zehn Jahren hätten die Bürger der KWS das Mandat für eine Politik „ohne Privatinteressen und ohne Parteiideologie“ gegeben. Es gebe einen Stamm an KWS-Gemeindevertretern. Die bis zu 16 Neumitglieder hätten dieses Konstrukt „verzerren können“. Auch sei die Tagesordnung in der Einladung „vorläufig“ genannt worden. Alles sei demokratisch und mit großer Zustimmung beschlossen worden.

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