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Segeberg Essen, Duschen und Menschlichkeit
Lokales Segeberg Essen, Duschen und Menschlichkeit
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13:22 11.07.2018
Von Sylvana Lublow
Die ehrenamtlichen TAS-Helfer bekamen als kleines Dankeschön einen Orden aus Marzipan. Quelle: Sylvana Lublow
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Norderstedt

Die TAS öffnet ihre Türen von montags bis sonnabends für ihre Besucher. Knapp 12000 waren es im vergangenen Jahr. Dort bekommen sie für kleines Geld Frühstück und Mittagessen, können kostenlos duschen, ihre Wäsche waschen, das Postfach nutzen, ins Internet gehen und Beratung erhalten. Auch eine kostenlose ärztliche Sprechstunde wird zwei Mal im Monat angeboten. Aber vor allem erfahren sie dort menschliche Zuwendung.

Stadtpräsidentin beklagt zunehmende Einkommensunterschiede

„Die Schere zwischen Arm und Reich wird immer größer“, sagte Norderstedts Stadtpräsidentin Kathrin Oehme. In den ersten Jahren der TAS kamen gerade einmal 2000 Besucher jährlich. „Wir platzen mittlerweile aus allen Nähten“, betonte die einzige Festangestellte, Einrichtungsleiterin Tabea Müller. Etwa 40 Menschen kommen täglich in das kleine bungalowartige Haus am Lütjenmoor 17a. „Wir träumen von einem Neubau“, so Müller. Damit dieser Traum wahr wird, soll es viele Spendenaktionen geben.

Der Moderator Carlo von Tiedemann, der seit elf Jahren Schirmherr der TAS ist, rief auch gleich dazu auf: „Wir brauchen eine lockere Million, die sollten wir in der nächsten Woche doch zusammen haben.“ Den Anfang machte der Lions Club Norderstedt mit einem Scheck über 5000 Euro.

Besucher bekommen auch Hilfe bei Schreiben von Behörden

Mehr als 200 Gäste kamen zur großen Sommerparty. Norderstedts Oberbürgermeisterin Elke Christina Roeder war auch dabei und versprach in ihrer Rede, die Einrichtung auch weiterhin finanziell zu unterstützen. „Eine unserer Hauptaufgaben ist es, bezahlbaren Wohnraum in Norderstedt zu schaffen.“ Nur damit könne man der hohen Zahl der Obdachlosen entgegenwirken.

Michael Lange ist gerade nicht obdachlos. Der 55-jährige Hamburger hat eine kleine Ein-Zimmer-Wohnung, lebt von Hartz IV. Seit drei Jahren ist er regelmäßig Gast im TAS. „Es ist toll hier, die Leute sind nett und hilfsbereit, auch bei Behördensachen“, sagt er.

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