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Segeberg Strahlenalarm am Container
Lokales Segeberg Strahlenalarm am Container
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18:45 18.10.2018
Mülldeponie Tensfeld: ABC Zug des Kreises im Einsatz, weil an einem Container mit Altreifen Gammastrahlung gemessen wurde. Der Einsatz erwies sich dann aber als "Nullnummer". Quelle: Nadine Materne
Tensfeld

Eigentlich sollten sich in dem Container lediglich Altreifen der Bundespolizei befinden. „Dieser wurde von uns zu einem Entsorger in Bad Oldesloe gebracht“, schildert Nis Nissen, Justiziar des WZV. Doch bei der routinemäßigen Kontrolle bei der Annahme dort wurde Gammastrahlung gemessen. „In geringer Konzentration, aber eben ausreichend genug, dass die Annahme verweigert wurde“, erklärt Nissen. „Woher die Strahlung kommt, wir wissen es nicht. Aber wir kümmern uns darum.“

Über drei Stunden lang wurde der Container in Bad Oldesloe gesichert, auch der Fahrer kam so nicht weg. Schließlich reagierte der Sicherheitsbeauftragte des WZV, Michael Mischker, gleichzeitig Wehrführer in Tensfeld, und beorderte das Fahrzeug zur WZV-Deponie zurück zu Dekontaminierung. „Und für die Sicherheit des Mitarbeiters.“ Laut Mischker sei Strahlung gar nicht so ungewöhnlich. Wenn etwa Labore Röntgenbilder entsorgen würde, könne man auch daran Strahlung messen. „Das ist dann Betastrahlung.“ Da könne man warten, das verflüchtige sich. Bei der Gammastrahlung helfe nur die Dekontamination: „Das heißt Abwaschen.“

Mit mehreren Fahrzeugen kam schließlich der ABC-Zug des Kreisfeuerwehrverbandes zur Deponie. Auch der Rettungsdienst war vorsorglich vor Ort. Am Fahrer selbst konnte aber keine Strahlung gemessen werden, teilt Mischker mit. Männer in Schutzanzügen untersuchten währenddessen das Fahrzeug. Schließlich folgte die Entwarnung: „Das war eine Nullnummer“, verkündet Zugführer Christoph Bock. „Wir haben mehrfach gemessen.“

Der Container mit den Altreifen geht nun wieder zum Entsorger.

Von Nadine Materne

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