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Segeberg Im "Camp D" ist Diabetes ganz normal
Lokales Segeberg Im "Camp D" ist Diabetes ganz normal
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08:39 07.07.2018
Von Michael Stamp
Bastian Niemeier (16) aus Herford, selbst seit vier Jahren Diabetes-Patient, dokumentiert das "Camp D" mit seinen weit über zweihundert Zelten für seinen YouTube-Kanal. Quelle: Michael Stamp
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Bad Segeberg

Auf dem Landesturnierplatz ist eine Zeltstadt entstanden. Für die jungen Teilnehmer wurden innerhalb kürzester Zeit 205 Zelte aufgestellt, wie Dr. Matthias Axel Schweitzer erläutert. Der Facharzt für Innere Medizin und Notfallmedizin ist in leitender Position für Novo Nordisk tätig. Der dänische Pharmakonzern, dessen Produkte in 170 Ländern verkauft werden, ist der Organisator des „Camp D“, unterstützt von zahlreichen Sponsoren. Zudem kümmern sich 130 ehrenamtliche Betreuer um die Teilnehmer, die für den Pauschalpreis von 99 Euro ein viertägiges Programm erleben.

Nach dem Workshop-Angebot am Freitag mit hochkarätigen Referenten und zwölf verschiedenen Themen (unter anderem „Diabetes, Sexualität und Kinderwunsch“, „Auf Weltreise mit Diabetes“) steht am Sonnabend der Sport im Mittelpunkt. Die jungen Leute dürfen elf verschiedene Sportarten ausprobieren – zum Beispiel Kickboxen. Um auch Beachvolleyball anbieten zu können, wurden 40 Lkw-Ladungen mit 328 Tonnen Strandsand auf das Gelände gekarrt.

Junge Leute sollen selbstbestimmtes und aktives Leben führen

Wichtig ist, dass die Teilnehmer ungezwungen über ihre Krankheit sprechen und erkennen, dass es im „Camp D“ etwas ganz Normales ist, an Diabetes erkrankt zu sein. „Wir, die wir keine Diabetes haben, sind hier nicht normal“, sagt Tina Abild Olesen, Geschäftsführerin von Novo Nordisk in Deutschland. Das Unternehmen möchte mit dem Großereignis junge Patienten zu einem selbstbestimmten und aktiven Leben ermutigen. Oft trauen sie sich erst im Umfeld von Gleichaltrigen, die ähnliche Probleme haben, offen über ihre Nöte zu reden.

Das Camp hat auch den schweren Rückschlag des Sommers 2011 überstanden, als sich unter den Teilnehmern ein Norovirus verbreitete und die Patienten in Krankenhäuser in ganz Schleswig-Holstein gebracht werden mussten. 2014 war das Camp wieder ohne Zwischenfälle abgelaufen.

Nun wird bis Sonntag informiert, geplaudert und Sport getrieben. Die Zelte sind dabei nicht nur nach Frauen und Männern sowie nach Alter aufgebaut, sondern auch nach Regionen. So soll es leichter fallen, sich im Anschluss wiederzusehen.

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