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Segeberg Para-Klinik: Belegschaft ist erleichtert
Lokales Segeberg Para-Klinik: Belegschaft ist erleichtert
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16:16 23.04.2018
Von Nicole Scholmann
Die Unsicherheit unter den Mitarbeitern der Paracelsus-Klinik war groß. Nun wissen sie, wie es weitergeht. Quelle: Bertram Solcher
Henstedt-Ulzburg

Am späten Freitagnachmittag waren die Mitarbeiter der Henstedt-Ulzburger Paracelsus-Klinik an der Wilstedter Straße darüber informiert worden. „Ich bin schnell wieder zur Klinik gefahren“, berichtete die Betriebsratsvorsitzende Gisela Bettin, die eigentlich schon im Wochenende war. Wie ein Lauffeuer verbreitete sich die Nachricht unter den Angestellten.

„Die Ungewissheit hat endlich ein Ende“, erklärte Bettin und spielte damit auf die vergangenen Monate an. Kurz vor Weihnachten war bekannt geworden, dass die Paracelsus-Gruppe mit seinen 40 Einrichtungen an 22 Standorten insolvent ist und in dieser Form nicht gerettet werden kann. Alleine die Klinik in Henstedt-Ulzburg hatte im vergangenen Jahr ein Minus von acht Millionen Euro eingefahren. Die Notbremse war gezogen und Dr. Reinhard Wichels mit seinem Unternehmen WMC Healthcare damit beauftragt worden, einen Käufer zu finden. Ohne Kündigungen gelang dies nicht. 60 Vollzeitstellen wurden in Henstedt-Ulzburg gestrichen. Zurzeit sind gut 400 Menschen am Standort in Lohn und Brot. „Nun wissen wir endlich, wie es weitergeht mit uns“, sagte Betriebsrätin Bettin.

Auch Henstedt-Ulzburgs Bürgermeister Stefan Bauer freute sich sehr über die Entscheidung des Gläubigerausschusses der Paracelsus-Gruppe, sich für den Investor aus der Schweiz zu entscheiden. Er sei froh, dass der Käufer ein langfristiges Engagement angekündigt habe. Der Bürgermeister hofft, dass Verwaltungsdirektorin Anke Franzke weiterhin die Henstedt-Ulzburger Klinik leiten dürfe.

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