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Segeberg Überraschender Bau von Windrädern
Lokales Segeberg Überraschender Bau von Windrädern
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08:48 06.10.2018
Von Einar Behn
Auch südlich von Bad Bramstedt sollen sich bald Windkrafträder drehen. Quelle: Jens Büttner
Bad Bramstedt/Lentföhden

Fünf Windräder sind auf einer sogenannten Vorrangfläche auf Lentföhrdener Gebiet geplant, drei auf Weddelbrooker. Diese liegt genau zwischen Bad Bramstedt und Lentföhrden und ragt mit einem Zipfel auf Weddelbrooker Gemeindegebiet.

Lentföhrden hat bereits sein Einverständnis gegeben. „Wir hatten eine Frist bis Ende Oktober gesetzt bekommen“, erklärte Bürgermeister Norbert Dähling. Wegen der kurzen Frist sei die Angelegenheit im Bauausschuss entschieden worden. „Wir hätten es ohnehin nicht verhindern können“, sagte Dähling.

Ganz so weit ist Weddelbrook noch nicht. Die Gemeinde erarbeite zurzeit mit der Amtsverwaltung eine Stellungnahme zu dem Bauantrag, erklärte Bürgermeister Stefan Gärtner. „Es ist schon ein seltsames Verfahren, dass wir wir jetzt mit einem Bauantrag konfrontiert werden.“ Weddelbrook werde wahrscheinlich ablehnen, allein schon, weil mit EU-Geldern auf der Fläche drei Verbundbiotope angelegt wurden.

Eigentlich gilt Sperrfrist bis Januar

Eigentlich gilt bis Januar eine Sperrfrist für die Genehmigung neuer Anlagen. Solange liegt der 2. Entwurf des Regionalplanes öffentlich aus. In diesem Fall allerdings sind fast alle vom Land festgelegten Genehmigungskriterien erfüllt, sodass dass federführende Landesamt für Landwirtschaft, Umwelt und ländliche Räume den Bauantrag für den Windpark Lentföhrden/Weddelbrook als privilegiert einstuft.

In einer Liste, in der das Konfliktrisiko abgewogen wird, gelten die Windräder südlich von Bad Bramstedt als fast durchgängig konfliktfrei. In einem Punkt allerdings nicht: Der Fünf-Kilometer-Schutzradius um die denkmalgeschützte Maria-Magdalenen-Kirche kann nicht eingehalten werden. Ob das reicht, die Baugenehmigung zu versagen, ist zweifelhaft. Die Kirche liegt mitten in der Stadt umgeben von Häusern. Windkraftanlagen können die Sicht auf das Kulturdenkmal kaum beeinträchtigen.

Falches Signal nach Kiel gesandt

Ausgerechnet von Bad Bramstedt war bereits im Mai 2017 ein aus heutiger Sicht falsches Signal nach Kiel gesandt worden. Der städtische Planungsausschuss hatte seine Zustimmung zu der damaligen Eignungsfläche gegeben. Nachteile seien nicht zu erwarten, hieß es damals. Mittlerweile hat ein Umdenken eingesetzt. Bürgermeister Hans-Jürgen Kütbach, der es sich so kurz vor der Bürgermeisterstichwahl nicht mit den Bissenmoorer verderben will, lässt das Thema erneut auf die Tagesordnung des Planungsausschusses setzen, der am Montag, 22. Oktober (19 Uhr, Schloss), einen Tag nach der Wahl, zusammenkommt. Auch seine Kontrahentin Verena Jeske will die Bissenmoorer vor den Windrädern schützen. „Mein Standpunkt ist, dass Windenergieanlagen vornehmlich aufs Meer und nicht an Land gehören."

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