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Segeberg Trennt sich Dodenhof vom Möbelgeschäft?
Lokales Segeberg Trennt sich Dodenhof vom Möbelgeschäft?
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06:00 11.10.2018
Von Klaus-Ulrich Tödter
Möchte sich das Unternehmen Dodenhof auch in Kaltenkirchen von seiner Möbelsparte trennen? Quelle: Dodenhof
Kaltenkirchen

Gerade wurde bei Dodenhof in Kaltenkirchen das 20-jährige Bestehen des Möbelhauses gefeiert. Doch alles deutet darauf hin, dass dieses Jubiläum auch eine Zäsur für die Möbelgeschichte des Unternehmens mit Stammsitz in Posthausen bei Bremen bedeutet. Schon lange wird in der Branche gemunkelt, das Familienunternehmen wolle seine Möbelhäuser in Kaltenkirchen und Posthausen nicht mehr selbst betreiben. Entsprechend groß ist die Unruhe in der Belegschaft. Dass bei Dodenhof einschneidende Veränderungen anstehen, bestätigt Berndt Chylla von der Geschäftsführung aus Posthausen nun der SZ. „Ich kann nicht dementieren, dass bei uns etwas im Busch ist“, sagt der Manager.

Man stehe kurz vor Vertragsabschluss

Details will er aber nicht nennen. „Wir stehen kurz vor einem Vertragsabschluss. Ich gehe davon aus, dass das in der nächsten Woche geschieht“, erklärt Chylla. Der künftige Partner habe die Flugtickets bereits gebucht.

Dass bei Dodenhof einschneidende Veränderungen anstehen, ist in der Branche ein offenes Geheimnis. Dafür hat das Unternehmen mit einer Mitteilung selbst gesorgt. „Vision 2020“ nennt Dodenhof das Projekt. Bereits im vergangenen Jahr habe das Familienunternehmen viel in die strategische Neuausrichtung investiert, um die Marktposition im stationären Handel abzusichern und weiteres Wachstum im Bereich der digitalen Angebote zu ermöglichen, heißt es aus Posthausen.

Immobilien werden wohl nicht verkauft

Nun sollen nach Auskunft des Unternehmens für die Wohnwelten, also die beiden Möbelhäuser, verschiedene Optionen für eine strategische Partnerschaft sondiert werden. Wie die genau aussehen könnte, darüber hüllt sich die Unternehmensspitze in Schweigen. Chylla ließ durchblicken, dass die Immobilien wohl nicht verkauft werden. Er begründete die sich lange hinziehenden Verhandlungen mit dem künftigen Partner damit, dass es „auch um Vertragslaufzeiten von 15 bis 20 Jahren geht“.

Ein Kandidat für die Übernahme der Dodenhof-Möbelhäuser könnte XXXLutz mit Sitz in Wels in Österreich sein. Das Unternehmen, das kürzlich Möbel Brügge in Neumünster kaufte, wollte sich zu einem möglichen Interesse an den Dodenhof-Möbelhäusern nicht äußern.

Ein strategischer Partner werde gesucht

Kaltenkirchens Dodenhof-Betriebsratsvorsitzender Volker Struck glaubt nicht, dass das Möbelhaus verkauft wird. Er könne zur Zeit auch nicht mehr sagen, als dass die Geschäftsführung einen strategischen Partner suche. Verdi-Gewerkschaftssekretär Torben Kurkutovic wundert sich über die Zurückhaltung der Beteiligten nicht. „Wir erleben im Einzelhandel immer wieder, dass Veränderungen minutiös vorbereitet und dann schnell umgesetzt werden.“ Im Kaltenkirchener Dodenhof-Möbelhaus sind gut 400 Mitarbeiter tätig. Dazu kommen noch mehr als 200 im Modehaus, das nicht betroffen sein soll.

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