Menü
Kieler Nachrichten | Ihre Zeitung aus Kiel
Segeberg Vorzeigeprojekt an der Leezener Au
Lokales Segeberg Vorzeigeprojekt an der Leezener Au
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
05:45 03.08.2013
Von Matthias Ralf
An der Leezener Au weiden auch Wasserbüffel.
Leezen

Mit der Fertigstellung mehrerer Informationstafeln und eines Faltblattes wird die Landschaft nun noch einladender für Naturfreunde. „Die Menschen wollen die Natur“, sagte Landrätin Jutta Hartwieg gestern bei der Einweihung. Im Kreis Segeberg gibt es 17 Naturschutzgebiete, die 2,5 Prozent der Fläche des Kreisgebietes ausmachen. Dazu kommen weitere Areale, wo die Natur sich überlassen bleibt. In der Leezener-Au-Niederung ist in dem Projekt der Kurt-und-Erika-Schrobach-Stiftung und des Gewässerpflegeverbands Mözener Au seit 2005 ein attraktives Naherholungsgebiet entstanden, das wirtschaftlich genutzt wird und wo trotzdem aktiv Naturschutz in einem sogenannten FFH-Gebiet (Fauna-Flora-Habitat) betrieben wird.

 „Gute Zusammenarbeit“ sei der Schlüssel zum Erfolg, betonte Dr. Cordelia Wiebe (Schrobach-Stiftung). Mit dem Gewässerpflegeverband und den Landesbehörden, die das Projekt unterstützen, klappe die Zusammenarbeit sehr gut. Insgesamt sind bisher 1,2 Millionen Euro in das Projekt geflossen.

 Möglich wurde die neue Nutzung der Au-Niederung durch ein schnelles Flurbereinigungsverfahren. „Es sollte eigentlich Flurbereicherungsverfahren heißen“, sagte Kreisnaturschutzbeauftragter Hans Peter Sager. In diesem Gebiet hätten alle profitiert. Für die herkömmliche Weidewirtschaft oder andere landwirtschaftliche Nutzung ist der Boden zu moorig. Robustrinder wie Wasserbüffel, Galloways und Highland Cattles betätigen sich als vierbeinige Naturschützer.

 „Wir sind froh, dass wir für die moorigen Flächen jemanden gefunden haben, der sie bewirtschaften möchte“, erklärte Claus Fahrenkrog, Verbandsvorsteher des Gewässerpflegeverbandes. Durch extensive Weidewirtschaft könnten viele seltene Pflanzen wie der Schlangenknöterich erhalten werden.

 Den Radfahrern und Wanderern bieten die neu aufgestellten Tafeln Information und Orientierung. „Wir wollen den Besuchern zeigen, wie sehenswert dieses idyllische Gebiet ist“, sagte Dr. Wiebe.

Kommentare
Die Debatte geht am Morgen weiter
Die Kommentarfunktion ist zwischen 22:00 und 06:00 Uhr nicht aktiv – denn wir wollen eine gute Moderation der Beiträge gewährleisten.
Wir freuen uns am Morgen über Ihre konstruktiven Beiträge zum Thema!
Anzeige