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Segeberg Neues Finanzloch, neue Vorwürfe
Lokales Segeberg Neues Finanzloch, neue Vorwürfe
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08:06 18.04.2018
Von Gerrit Sponholz
Außer Abfallwirtschaft betreibt der Wege-Zweckverband auch Breitbandausbau, Gewässerpflege und Straßeninstandhaltung. Quelle: Gerrit Sponholz
Bad Segeberg

Außerdem kursieren kritische Nachfragen zum WZV-Geschäftsgebaren, und ging bei der Staatsanwaltschaft Kiel ein Aktenordner mit Unterlagen zum WZV ein.

Staatsanwaltschaft eingeschaltet

Eine Bürgermeisterin aus dem Kreis Segeberg hatte die Papiere offenbar erhalten und an die Strafverfolgungsbehörde weitergeleitet. Am Montag dieser Woche sind die Unterlagen in der zuständigen Fachabteilung für Korruption und Amtsträger eingetroffen, bestätigt deren Leiter Dr. Henning Hadeler. Sie enthalten nach ersten Erkenntnissen „verschiedene Szenarien und Sachverhalte“, sagt Hadeler. „Es geht um mögliche Unregelmäßigkeiten“ beim WZV. Ob es tatsächlich welche gebe, könne er nicht sagen. Die Prüfung der Papiere habe gerade erst begonnen.

Das Feuer schüren jetzt anonym erhobene Vorwürfe gegen den WZV. Sie bringen Gerd Lentföhr, Bürgermeister von Seedorf und als WZV-Hauptausschussvorsitzender derzeit kommissarischer WZV-Leiter, auf die Palme. Demnach seien vom WZV angeblich teure Beraterverträge ohne Beschlüsse gefasst und Kosten innerhalb der WZV-Zweige falsch verbucht worden, bereite der Breitbandausbau finanzielle Probleme, und habe der WZV unter anderem Lentföhrs Heimatgemeinde Seedorf zu Lasten des WZV bevorteilt. „Unsinn!“, sagt Lentföhr zu den Vorwürfen.

Finanzproblem bei Abwasser

Zum neuen Problemfeld entwickelt sich allerdings die Abwasserabteilung des WZV. Rund eineinhalb Millionen Euro Defizit sind mittlerweile aufgelaufen in dem Sektor, zu dem unter anderem die Kanalisationsprüfungen gehören. Alle Einzelbelege müssten jetzt geprüft werden, sagt Lentföhr. Ihm kommt die ohnehin laufende Ordnungsprüfung des Kreises beim Wege-Zweckverband gerade recht. Lentföhr hofft, zur Verbandsversammlung am 24. April mehr sagen zu können.

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