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Segeberg Wird das Gymnasium bevorzugt?
Lokales Segeberg Wird das Gymnasium bevorzugt?
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17:51 30.11.2018
Von Einar Behn
Die Jürgen-Fuhlendorf-Schule (Foto) ist ein städtischs Gymnasium und steht nach Angaben der SPD finanziell besser da als die Gemeinschaftsschule Auenland, die zum Schulverband gehört. Quelle: Einar Behn
Bad Bramstedt

 Anlass zu der Diskussion war der Vorschlag der SPD, analog zur Gemeinschaftsschule Auenland auch für die Jürgen-Fuhlendorf-Schule ein Budget pro Schüler festzulegen. Die Gemeinschaftsschule Auenland wird allerdings vom Schulverband Bad Bramstedt betrieben, in dessen Vertreterversammlung die Umlandgemeinden gleich viele Sitze haben wie die Stadt. Der Verband hat ein Budget, auch Richtwert genannt, von 155 Euro pro Schüler festgelegt. Die SPD hatte zwar mehr beantragt, scheiterte aber damit.

Auenlandschule bekommt 105 Euro weniger

Die SPD bat darauf hin den Stadtkämmerer Gerhard Jörck um eine Aufstellung, wie viel die Stadt pro Schüler am städtischen Gymnasium ausgibt. Jörck kam auf 260 Euro, also 105 Euro als die Auenlandschule bekommt. Im Haushalt finden sich eine Vielzahl einzelner Posten, die Geldausgaben für die JFS vorsehen. Diese addierte Jörck und teilte sie durch die Schülerzahl.

SPD-Stadtverordnete Karin Steffen nutzte die Haushaltsberatung im Bildungsausschuss, auf die Ungleichbehandlung hinzuweisen. „Wir setzen uns schon lange dafür ein, dass die Schulen gleich behandelt werden. Wir sollten überlegen, ob wir nicht auch für das Gymnasium ein Budget einführen.“

Schulleiter Oertel bezweifelt die Zahlen

Ausschussvorsitzende Ina Koppelin (FDP) ließ die Diskussion nicht zu. „Darüber sollten wir gesondert beraten“, sagte sie. Die Zahlen könnten auch gar nicht überprüft werden. Schulleiter Oertel zweifelte die Zahlen an: „Ich rede mit meinem Kollegen Wolfram Henkies von der Auenlandschule sehr offen darüber und wir kommen zu dem Ergebnis, dass wir gleich viel Geld zur Verfügung haben.“ Er appellierte an die Ortspolitiker, nicht öffentlich über dieses Thema zu reden. „Das spaltet die Gesellschaft. Dann heißt es wieder, die da oben bekommen mehr“, womit er wohl nicht auf den gesellschaftlichen Stand sondern auf die geografische Lage seiner Schule anspielte, die auf einer kleinen Anhöhe liegt.

SPD-Fraktionschef Jan-Uwe Schadendorf will dennoch nicht locker lassen.  „Unser Ziel muss eine Gleichbehandlung beider Schulen sein. Schließlich bieten auch beide das Abitur nach 13 Jahren an.“

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