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Aus Verzweiflung selbst Säcke gekauft

Wertstoffsammlung Aus Verzweiflung selbst Säcke gekauft

Immer noch klagen viele Bürger und etliche der 130 Abgabestellen in Läden und Verwaltungen im Kreis Segeberg, dass die Recyclingwirtschaft zu wenig gelbe Säcke bereitstelle. Benno Nießen aus Henstedt-Ulzburg griff zur Selbsthilfe, bestellte auf eigene Kosten im Internet einen Karton mit Säcken.

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Benno Nießen, Hausmeister eines Mehrfamilienhauses in Henstedt-Ulzburg, hat in seiner Not auf eigene Kosten einen Karton voll mit gelben Säcken für die Bewohner bestellt.

Quelle: Gerrit Sponholz

Kreis Segeberg. Benno Nießen aus Henstedt-Ulzburg ist sauer. „Gelbe Säcke sind nirgends zu bekommen.“ Er arbeitet als Hausmeister in einem Mietshaus mit sechs Familien. „Wir wissen nicht, wohin mit den Verpackungen.“

520 Säcke im Internet gekauft

In seiner Not habe er über einen Internet-Versandhändler auf eigene Kosten eine Kiste mit gelben Säcken bestellt. Die kleinstmögliche Ration bestand aus 520 Säcken. „Die kosteten 58,69 Euro.“ Bei einem Durchschnittsverbrauch im Mehrfamilienhaus von 16 Säcken in vier Wochen reicht der Kartoninhalt also für einige Jahre.

Remondis verspricht neue Lieferung

Vielleicht war dies verfrüht. Die Recyclingfirma Remondis ist seit 2. Januar Herr über die Wertstoffsammlung im Kreis Segeberg, hatte die firma Optisys (Wedel) übernommen, und gibt Entwarnung. Seit 30. Dezember 2017 werde eine halbe Million gelbe Säcke an die Abgabestellen im Kreisgebiet ausgeliefert. Remondis-Pressesprecher Michael Schneider appelliert allerdings an die Bürger, sorgsam mit den Säcken umzugehen und sie nicht für andere Zwecke zu nutzen.

Er setzt auf vernünftiges Verhalten der Kunden. Ein möglicher Schritt wäre sonst, die Abgabe zu kontingentieren, also zu begrenzen.

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Ein Artikel von
Gerrit Sponholz
Segeberger Zeitung

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