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Segeberg Neues Haus - aber kein Telefonanschluss
Lokales Segeberg Neues Haus - aber kein Telefonanschluss
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06:33 12.04.2019
Von Einar Behn
Nadine Grentzmann (rechts) mit ihrer Familie und Andrea Oppermann haben neu gebaut. Nun haben sie keinen Telefonanschluss - und das wird wohl auch noch länger so bleiben. Quelle: Einar Behn
Wiemersdorf

Das kleine Neubaugebiet mit sechs Häusern ist zwischen Kieler Straße und Am Eichenhof entstanden. Ein Privatmann hat dort sein Grundstück als Bauland erschlossen und verkauft. Anschlüsse für Strom, Gas, Wasser und Abwasser sind vorhanden – nicht aber fürs Telefon. Dafür gibt es nämlich keine Verpflichtung. Während die anderen Versorgungsleitungen im Bebauungsplan 10 der Gemeinde Wiemersdorf festgelegt sind, fehlt dies für das Telefonkabel. Das müsse der Bauherr oder die Erschließungsgesellschaft mit dem Telekommunikationsanbieter selbst regeln, erklärte dazu das Amt Bad Bramstedt-Land.

Ahnungslos die Grundstücke gekauft

Doch es wurde nicht geregelt. Ahnungslos kauften Oppermann und Grentzmann ihre Baugrundstücke. „Wir haben dann bei den Stadtwerken Neumünster (SWN) einen Anschluss beantragt. Die haben hier im Dorf ja Glasfaserkabel verlegt“, erklärte Nadine Grentzmann. Die Antwort lautete: So schnell geht das nicht. Das Neubaugebiet stehe zurzeit nicht auf dem Plan der Stadtwerke. Erst in zwei Jahren könnten die Grundstücke mit Glasfaserkabeln versorgt werden. 

Ein halbes Jahr wohnt Familie Grentzmann nun schon in ihrem Eigenheim. „Wir können nur mit dem Handy telefonieren“, berichtete die junge Mutter.

"Ich bin auf das Internet angewiesen"

Andrea Oppermanns Haus ist noch im Bau. Sie will in einigen Wochen einziehen. Die Autorin von Kochbüchern sagt: „Ich bin auf das Internet angewiesen. Ich kann ja nicht einmal E-Mails vom Computer verschicken. Und Online-Banking geht auch nicht.“ Mit dem Handy sei das doch etwas mühsam. 

Wer ist Schuld an dem Dilemma?  Für Telekommunikationsanschlüsse gibt es keinen Rechtsanspruch. SWN-Pressesprecher Niklas Grewe sagt, der Glasfaseranschluss hätte rechtzeitig vor der Erschließung beantragt werden müssen. „Zurzeit sind wir in Dithmarschen tätig und haben gar keine Kapazitäten frei.“

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