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Segeberg Wahlstedter Hof als muslimisches Hotel?
Lokales Segeberg Wahlstedter Hof als muslimisches Hotel?
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06:00 22.11.2018
Von Michael Stamp
Der Wahlstedter Hof soll nach Plänen des Eigentümers zum muslimischen Hotel werden. Quelle: Michael Stamp
Wahlstedt

Erst wollte Jaroslav Mill einen Wohnblock mit 74 Wohnungen bauen. Solch ein massiver Baukörper war aber auf dem markanten Eckgrundstück an der Rendsburger Straße nicht gewünscht. Mill plante daraufhin mehrfach um. Zuletzt waren noch 24 Wohnungen übrig. Sein Wunsch, ein Teilstück des benachbarten Eichestadions als Parkplatzfläche hinzu zu kaufen, wurde nicht erfüllt, weil dort der örtliche Unternehmer Schenk einige Mehrfamilienhäuser hochziehen lässt.

Auch der historische Baumbestand auf dem Areal des früheren Gasthofs Gaedeke bot Konfliktstoff. Als Reaktion auf die von der Stadt geforderte „luftigere Bebauung“ wollte Mill alle alten Eichen abholzen lassen. Das wiederum brachte Bauausschussvorsitzender Klaus Harm (CDU) auf die Palme. Einige Stadtvertreter haben Mill zudem unter Wind, weil ein von ihm angestrebtes Bauprojekt an der Holsteinstraße nicht vorankommt.

Zuletzt stritt man sich, wie viele der zehn Bäume erhalten werden müssen. Mill klagte beim Bürgermeister. „Ich möchte mich nicht mehr auf dieser unseriösen Ebene bewegen.“ An der Kronsheider Straße habe die Stadt etliche Bäume „sinnlos weggeholzt“, und auch Schenk habe am Eichestadion die Säge kreisen lassen.

Mill will 800000 Euro für das 6700 Quadratmeter große Areal

Mill hat nun nach eigenem Bekunden die Nase gestrichen voll. „Aus diesem Grund möchte ich Sie darum bitten, den Kostenübernahme-Vertrag direkt durch den Aktenvernichter zu schicken, da ich das Bauvorhaben an dieser Stelle ausdrücklich für gescheitert erkläre“, schreibt er an Bonse. Mill hätte die Kosten für die Änderung des Bebauungsplans hin zu Wohnhäusern bezahlen müssen. Doch daraus wird nun ja nichts mehr. Statt dessen habe er in Hamburg den Weg dafür frei gemacht, das fast 6700 Quadratmeter große Gelände an eine muslimische Gemeinde zu verkaufen. Wie Bonse sagt, handelt es sich um eine Ditib-Gemeinde.

„Der aktuelle Gasthof bleibt bestehen, wird komplett umgebaut und saniert“, kündigt Mill an. „Dieser wird erweitert und als Hotel durch die muslimische Gemeinde weiterbetrieben und als Treffpunkt genutzt.“ Der jetzige Bebauungsplan gebe diese Nutzung her. „Den Planungen steht auf gut deutsch gesagt nichts im Wege.“ Der Kaufpreis betrage 120 Euro pro Quadratmeter, so dass Mill 800000 Euro einnehmen will. Alternativ habe Schenk bis Freitag Gelegenheit, ein Angebot für die Fläche abzugeben.

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