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Segeberg Neue Unterkunft ist der Politik zu teuer
Lokales Segeberg Neue Unterkunft ist der Politik zu teuer
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17:13 11.09.2018
Von Nicole Scholmann
In einer Sitzungspause diskutierten Vertreter aller Fraktionen, ob sie der Änderung des Bebauungsplanes 107 zustimmen werden. Durch die Änderung wird ein zweigeschossiger Neubau für Flüchtlinge möglich. Quelle: Nicole Scholmann
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Henstedt-Ulzburg

Laut Tagesordnung ging es aber zunächst nur um die Änderung des Bebauungsplanes für das Gebiet an der Lindenstraße. Mit der Änderung des B-Planes sollte es möglich sein, dort zweigeschossig statt bisher eingeschossig bauen zu dürfen. Damit wäre die Voraussetzung für das Neubauprojekt erfüllt. Fast alle Fraktionen taten sich schwer mit einer Entscheidung. Vielleicht auch, weil einige Anwohner mit einer Klage gegen das Vorhaben gedroht haben.

„Wir fragen uns: Was passiert, wenn Klage eingereicht wird? Wie lange wird das dauern?“, sagte Kurt Göttsch von der WHU. Er plädierte dafür, auf eine Änderung des B-Planes zu verzichten und damit nur eine Eingeschossigkeit zuzulassen. Bürgermeister Stefan Bauer sieht einem drohenden Gang vor das Gericht gelassen entgegen. Zudem gehe er davon aus, dass im Fall der Fälle eine Eilentscheidung getroffen werde.

Mietwohnungen stehen demnächst nicht mehr zur Verfügung

Der Kommune sitzt die Zeit im Nacken, denn die für die Flüchtlinge gemieteten Wohnungen am Beckersbergring werden ab 2020 nicht mehr zur Verfügung stehen, da die Mietverträge enden. Bauer und seine Mitarbeiter machten deutlich, dass das Projekt auf den Weg gebracht werden müsse, damit rechtzeitig Wohnraum geschaffen werde. Nach einer Sitzungspause wurde der Änderung des B-Planes zugestimmt.

Ein weiterer Stein des Anstoßes war die Höhe der Gesamtkosten. Die Planung für das Objekt an der Lindenstraße sieht 2,6 Millionen Euro Baukosten vor. In einem leidenschaftlich vorgetragenen Beitrag erläuterte Lars Möller von der Gemeindeverwaltung die Zahlen. „Lassen Sie uns das Projekt so zu Ende führen, wie wir es geplant haben“, sprach er den Politikern ins Gewissen. Man habe sich die Zahlen nicht aus den Fingern gesaugt. Zwar heimste der Planer, der sich seit Monaten mit dem Projekt beschäftigt, Anerkennung für seinen Einsatz ein, aber in der Sache waren die Ausschussmitglieder sich einig: Der Bau wird ihrer Ansicht nach zu teuer. Die Architekten sagten zu, in der Kürze der Zeit alle Posten erneut durchzugehen und Einsparpotenzial zu suchen. Auf der Sitzung des Gremiums am Montag, 24. September, sollen die neuen Ausarbeitungen vorliegen.

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