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Segeberg Zu eng, zu kalt: Tafel sucht neue Bleibe
Lokales Segeberg Zu eng, zu kalt: Tafel sucht neue Bleibe
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20:25 08.06.2018
Von Sylvana Lublow
Sabine Baumbach, Vorsitzende der Tafel Bad Bramstedt, beklagt die schlechten Verhältnisse im Tafelladen in der Kantstraße. Zu beengt ist es hier und im Winter zu kalt. Quelle: Sylvana Lublow
Bad Bramstedt

 „Vor allem in der Küche, wo wir die Lebensmittel sortieren, treten wir uns auf die Füße, wenn wir dort zu acht arbeiten müssen“, sagt Sabine Baumbach, seit fünf Jahren Tafel-Vorsitzende. Das Lager ist zu klein, die Ausgabe ebenfalls. „Wir tun hier, was in unserer Macht steht, renovieren auch ein mal im Jahr, aber das ändert nichts am Zustand“, so Baumbach. Vom Vermieter sei auch keine Hilfe zu erwarten.

Vor allem im Winter leiden die Helfer: „Wenn es draußen fünf Grad Minus sind, haben wir hier drinnen drei Grad Minus.“ Es gibt nur eine Nachtspeicherheizung für alle Räume und in dem Aufenthaltsraum der Helfer eine kleine Gasheizung, die nicht genügend Wärme abgibt. „Außerdem geht es ins Geld, wenn wir die anmachen“, so Baumbach, die auch verrät: „Es gibt Leute, die uns hier gerne unterstützen würden, es aber unter diesen Bedingungen nicht können.“ Hauptsächlich Frauen im Rentenalter helfen bei der Tafel mit – und müssen sich dabei auch noch quälen.

Stadt bemüht sich um altes Postgebäude

Über die Zustände informierte die Vorsitzende Sabine Baumbach schon im Februar den Sozialausschuss im nicht-öffentlichen Teil der Sitzung. Die Ausschussmitglieder beauftragten daraufhin die Stadtverwaltung, sich um neue Räumlichkeiten zu kümmern. Auf der Jahreshauptversammlung des Vereins konnte der stellvertretende Bürgermeister Arnold Helmcke nun eine mögliche neue Bleibe benennen: Das rückwärtige Lager der ehemaligen Post im Landweg. „Es ist noch nichts in trockenen Tüchern“, so Helmcke, „erst muss es noch Begehungen geben mit der Bauverwaltung und dem Tafel-Vorstand.“

Noch in diesem Jahr könnte der Umzug klappen

Auch Bürgermeister Hans-Jürgen Kütbach hat die Dringlichkeit erkannt: „Das Objekt ist zu vermieten. Wenn es passt und gefällt, werden wir in die Mietverhandlungen gehen.“  Die Stadt wolle die Räume mieten und der Tafel vergünstigt weiter vermieten. „Das ist versprochen“, so Kütbach, der glaubt, dass ein Umzug noch in diesem Jahr über die Bühne gehen wird.

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