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Segeberg Keine Einigung in Sicht
Lokales Segeberg Keine Einigung in Sicht
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14:22 24.10.2018
Visualisierung der zukünftigen A 20 bei Klein Gladebrügge, wenn es nach den Planern im Verkehrsministerium geht. Quelle: Land Schleswig-Holstein
Klein Gladebrügge

Bürgermeister Volker Göttsche (AKW) war angetreten, um in Sachen Autobahnumgehung weiterzukommen. Gegen Zugeständnisse beim Lärmschutz mit Flüsterasphalt wurde Bereitschaft gezeigt, die Klagen gegen die Bauabschnitte drei (Wittenborn bis Weede) und vier (A 7 bis Wittenborn) aufzugeben. Nach einem ergebnislosen Gespräch im Ministerium jedoch lassen sich die Klein Gladebrügger nun aber wohl doch die Karten offen in Bezug auf den kritischen Abschnitt drei.

Eigentlich hatten die Gemeindevertreter geplant, das Thema A 20 hinter verschlossenen Türen zu verhandeln am Montagabend. Nach einem Antrag von Arne Hansen, früherer Bürgermeister und Fraktionsvorsitzender der AWG, und einigem Hin und Her wurde zumindest das Vorgehen zum vierten Abschnitt öffentlich beraten vor knapp 20 Zuhörern.

Klage gegen vierten Abschnitt zurückgenommen

Ende September gab es im Wirtschaftsministerium einen Gesprächstermin mit Minister Bernd Buchholz, der Planungsgesellschaft Deges und der Gemeinde. Der allerdings brachte keine nennenswerten Ergebnisse für die Klein Gladebrügger: „Wir haben unsere Meinungen ausgetauscht und uns dann wieder getrennt.“ Feste Zugeständnisse für Lärmschutzmaßnahmen, um eine außergerichtliche Einigung zu erzielen: Fehlanzeige.

Trotzdem verabredeten die Gemeindevertreter  die Klage vor dem Bundesverwaltungsgericht gegen die 4. Abschnitt zurückzuziehen. Hintergrund: Die Autobahn 20 soll jetzt von der A7 her Richtung Bad Segeberg weitergebaut werden, um in der Zwischenzeit die kritische Umgehung um die Kreisstadt fertig planen zu können. In Klein Gladebrügge jedoch wurde befürchtet, dass beim Bau des vierten Abschnitts bis an Wittenborn heran, dieser Übergabepunkt festgelegt wird und damit nur eine nahe Umgehung Bad Segebergs möglich macht – direkt an Klein Gladebrügge vorbei. 

Geheimniskrämerei zum Plan der Gemeinde in Bezug auf Abschnitt drei

Dieser Bauabschnitt wurde von den Planern nun aber geteilt. Die Deges will zunächst den Teil vom Autobahnkreuz Bramstedt bis Hartenholm bauen – wenn das Bundesverwaltungsgericht bei den Verhandlungen am 6. und 7. November grünes Licht gibt. Das soll dann etwa drei bis vier Jahre dauern. Bis dahin wird die rechtliche Entscheidung über den Abschnitt drei von Weede nach Wittenborn gefällt sein, sodass der Bau des vierten Abschnitts keine Auswirkung auf den dritten Abschnitt mehr hat. Einmütig konnten daher die Gemeindevertreter den sogenannten „Vorratsbeschluss“ den sie im Ministerium getroffen hatten, in der ordentlichen Vertretersitzung bestätigen. 

Über die Taktik der Gemeindevertretung bezüglich des dritten Abschnitts dagegen verloren die Gemeindevertreter nach ihren geheimen Beratungen kein Wort. Aus der sichtlichen Enttäuschung beim Bürgermeister über das fruchtlose Gespräch mit dem Verkehrsminister konnten aufmerksame Beobachter jedoch schließen, dass die Bereitwilligkeit der Gemeinde zu außergerichtlichen Verhandlungen stark gesunken ist.

Von Klaus J. Harm

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