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Segeberg Radler-Schilder für die Kurhausstraße
Lokales Segeberg Radler-Schilder für die Kurhausstraße
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07:00 18.11.2014
Von Patricia König
Neue Schilder signalisieren Auto-und Radfahrern seit Kurzem an der Kurhausstraße, dass dort Radfahren auch auf der Straße erlaubt ist. Quelle: Patricia König
Bad Segeberg

Die AG, in der Vertreter aus Verwaltung, Politik, dem Allgemeinen Deutschen Fahrradclub (ADFC) und dem Seniorenbeirat mitwirken, möchte auf diese Weise Fahrrad- und Autofahrern signalisieren, dass es hier keine Benutzungspflicht für den Radweg gibt und Radfahrer jederzeit auch die Straße benutzen dürfen. „Radler können selbst entscheiden, ob sie auf dem Radweg oder lieber auf der Straße fahren möchten“, erklärte Bauamtsleiterin Antje Langethal der SZ.

 Grundsätzlich erlaubt ist das schon seit Längerem. Darauf gedrängt, dass auf diese Möglichkeit noch einmal gesondert hingewiesen wird, hatte in erster Linie die Zweirad-Lobby vom ADFC. Die Initiative war allerdings auch auf Kritik gestoßen. Während sich Bürgermeister Dieter Schönfeld eher zurückhaltend geäußert und empfohlen hatte, doch lieber einen der beiden Radwege zu befahren, bezeichnete etwa die FDP den Vorstoß als „abstrus“. Es würde eine unnötige Gefahr geschaffen und der Verkehr auf der viel befahrenen Kurhausstraße noch weiter behindert.

 Die zum Teil recht heftige Diskussion zwischen Befürwortern und Gegnern der Regelung fand am Wochenende sogar Eingang in das neue Programm der Segeberger Kabarettgruppe „Die Schwarzbunten“. Unterdessen stellt die Stadtverwaltung aussagekräftige Unterlagen darüber zusammen, wo die Aufstellung weiterer solcher Schilder infrage kommt. „Aufgrund der gesetzlichen Bestimmungen gibt es verschiedene Straßen, an denen Radwege nicht zwingend befahren werden müssen“, erklärte Langethal. Eine Pflicht sei normalerweise mit Verkehrsschildern gekennzeichnet, die ein weißes Rad auf blauem Grund zeigen. Nun müsse geprüft werden, wo es sinnvoll sei, die Fahrbahnnutzung - so wie auf der Kurhausstraße - ausdrücklich zu empfehlen.

 Anhand der Abwägungen, die auch noch mit der Polizei und dem ADFC abgestimmt werden sollen, wird dann ein Antrag bei der Verkehrsaufsicht des Kreises Segeberg gestellt.

 Die erforderlichen Unterlagen sollen etwa bis zum Ende des ersten Quartals kommenden Jahres vorliegen. „Wir möchten eine gemeinsam getragene Position erarbeiten, die den gesetzlichen Bestimmungen entspricht und für alle nachvollziehbar ist“, betonte die Bauamtsleiterin. Dazu gehöre auch die Beratung in den politischen Gremien. Zur Aufklärung und Akzeptanz des Pilotprojektes, welches das Radfahren auf den Straßen zur Routine machen möchte, gehört auch eine Werbekampagne.

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