Menü
Kieler Nachrichten | Ihre Zeitung aus Kiel
Auto & Verkehr Was ist bei Elektrofahrzeugen nach einem Unfall zu beachten?
Mehr Auto & Verkehr Was ist bei Elektrofahrzeugen nach einem Unfall zu beachten?
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
05:04 26.06.2018
Elektroautos sind im Fall eines Unfalls nicht gefährlicher als Autos mit Verbrennungsmotoren. Auch bei Elektrofahrzeugen entstehen bei einem Brand Rauchgase, die giftig sind. Quelle: Lino Mirgeler
Anzeige
Stuttgart

Egal, ob als reines Elektroauto oder als Hybrid: Die Elektromobilität gilt vielen als die Mobilität der Zukunft. Doch wie sicher sind eigentlich elektrisch angetriebene Fahrzeuge bei einem Unfall?

"Genauso sicher wie Fahrzeuge mit Verbrennungsmotor", lautet die Antwort von Dekra-Unfallforscher Markus Egelhaaf. Und auch für Ersthelfer seien keine anderen Maßnahmen erforderlich wie bei konventionell angetriebenen Fahrzeugen. Heißt also: auf Eigenschutz achten, Unfallstelle absichern, bei Bedarf die Notrufnummer 112 wählen und die Insassen retten beziehungsweise im Fahrzeug betreuen.

Wie diverse Crashtests mit solchen Fahrzeugen zeigen, hätten die Konstrukteure laut Dekra die Technik rund um Batterie und elektrische Leitungen im Griff. Die Stromversorgung durch die Batterie werde bei einem Unfall innerhalb kürzester Zeit abgeschaltet. "Die Spannung in den Fahrzeugsystemen fällt binnen weniger Sekunden in den unkritischen Bereich unter die Grenze von 60 Volt", sagt Egelhaaf.

Auch im Fall eines Brandes drohen vom Elektroantrieb nach Angaben des Dekra-Experten keine größeren Gefahren als beim Brand konventionell angetriebener Fahrzeuge: "Das haben gemeinsam von uns mit einem Fahrzeughersteller durchgeführte Brand- und Löschversuche mit Antriebsbatterien sowie weitere Brandversuche ergeben."

Die bei jedem Fahrzeugbrand gebildeten Rauchgase sind in vielerlei Hinsicht gesundheitsschädlich, egal, was für ein Antriebskonzept zugrunde liegt. Heftige Kollisionen könnten zwar zu einem Brand der Batterie führen. Die Gefahr, dass sich der Brand schnell ausbreitet, sei bei den Batterien allerdings geringer. "Denn anders als bei Fahrzeugen mit konventionellen Kraftstoffen wie Benzin oder Diesel können hier keine größeren Mengen an brennenden Flüssigkeiten wegfließen und so benachbarte Objekte in Brand setzen", so der Unfallforscher.

dpa

Kommentare
Die Debatte geht am Morgen weiter
Die Kommentarfunktion ist zwischen 22:00 und 06:00 Uhr nicht aktiv – denn wir wollen eine gute Moderation der Beiträge gewährleisten.
Wir freuen uns am Morgen über Ihre konstruktiven Beiträge zum Thema!

Fähnchen fürs Auto sind während der Fußball-WM eine beliebte Dekoration. Bei hohem Tempo oder durch Wind kann sich der Schmuck lösen und andere gefährden.

25.06.2018

Das Kraftfahrtbundesamt hat ein Software-Update für BMW-Dieselfahrzeuge der 5er und 7er Reihe genehmigt. Der Autobauer hat die betroffenen Fahrzeughalter bereits informiert.

22.06.2018

Einige Bundesländer stehen kurz vor den Sommerferien. Für viele Familien heißt das, Sachen packen und los geht's in den Urlaub. Doch längst nicht alle bereiten ihre Fahrt ausreichend vor. Und auf langen Strecken führen zu wenige einen Fahrerwechsel durch.

22.06.2018
Anzeige