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Die unerkannte Gefahr
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10:26 02.10.2012
Mit moderner Videotechnik kommt der Fachmann eventuellen Undichtigkeiten schnell auf die Spur. Quelle: djd/Kanal-Türpe GmbH & Co. KG

Gemäß der gültigen Norm DIN 1986 Teil 30 müssen alle Hausbesitzer eine Kanalinspektion durchführen lassen. In der neuesten Version der Norm wurde der bisherige Stichtag durch eine Zeitspannen-Regelung ersetzt. Eigentümer sollten sich zu ihren Pflichten daher individuell beraten lassen. Grundsätzlich gilt: Werden beim Check Schäden und Undichtigkeiten festgestellt, müssen diese ausgebessert werden. Bei der konkreten Umsetzung bestehen indes viele Unsicherheiten, weiß Abwasser- und Entsorgungs-Experte Uwe Türpe, Inhaber des gleichnamigen Fachbetriebs: „Da sich die Ausführungsbestimmungen von Bundesland zu Bundesland, teils sogar bei benachbarten Kommunen unterscheiden, sollten sich Verbraucher stets vor Ort bei ihrer Verwaltung informieren.“
Inspektion per Kamera
Wie groß der Anteil sanierungsbedürftiger Abwasserleitungen ist, lässt sich nur schwer abschätzen, das Risiko sei aber hoch, so Türpe: „Vor allem ältere Leitungen sind oft anfällig für Undichtigkeiten und bauliche Schäden.“ Klarheit schaffe eine Inspektion per ferngesteuerter Kamera. Doch nicht jedes Angebot sei vertrauenswürdig, sagt der Fachmann. Bei vermeintlichen Schnäppchen sollte der Verbraucher ebenso skeptisch sein wie bei Anbietern, die an der Haustür einen hohen Verkaufsdruck aufbauen. Hausbesitzer sollten sich die fachliche Eignung und Qualifikation des Anbieters beispielsweise durch Sachkundenachweise oder Zertifikate dokumentieren lassen. "Ohne schriftlichen Prüfbericht sowie ohne eine DVD mit den Videoaufnahmen ist die Prüfung nichts wert." Unter www.kanaltuerpe.de gibt es mehr Infos.
Kein Hauskauf ohne Dichtheitsprüfung
Wer ein Eigenheim kaufen oder verkaufen möchte, denkt an viele Dinge - zumeist aber nicht daran, in welchem Zustand sich wohl die Abwasserleitungen befinden. Aufgrund der Überprüfungspflicht kann dies unter Umständen zu einem teuren Versäumnis werden, so Abwasser-Experte Uwe Türpe vom gleichnamigen Fachbetrieb: „Wenn erst nach Abschluss des Verkaufs Schäden festgestellt werden, bleibt womöglich der Käufer allein auf dem Sanierungsaufwand sitzen.“ Mit einer vorherigen Dichtheitsprüfung gehen sowohl Käufer als auch Vorbesitzer auf Nummer sicher. (djd/pt).

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