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Gesundheit Bluthochdruck und seine Folgen
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00:01 11.02.2017

Wir sind Weltmeister! Nein, leider nicht im Fußball oder Handball, sondern hinsichtlich des höchsten Auftretens von Bluthochdruck. Auch wenn neuere Studien glücklicherweise einen Rückgang des Bluthochdrucks in Deutschland zeigen, bleibt die Häufigkeit je nach Altersklasse dennoch sehr hoch. Dies ist teilweise Folge unseres hohen Lebensstandards mit vermehrtem Auftreten von Fettleibigkeit und Bewegungsmangel. Zusätzlich gibt es aber auch eine Vielzahl von Erkrankungen und Medikamente, die direkt einen hohen Blutdruck verursachen.
Besonders häufig ist bei Erkrankungen der Nieren die Blutdruckregulation gestört, so dass dies zu einem Bluthochdruck führt. Eine Schädigung der Niere kann durch Bluttests und Untersuchung des Urins auf Eiweiß diagnostiziert werden. Aber auch Erkrankungen der Gefäße oder der Drüsen können zu starken Anstiegen des Blutdrucks führen und müssen dann spezifisch behandelt werden. Dies kann durch bildgebende Verfahren oder durch Bluttests herausgefunden werden. Es ist deswegen wichtig, die Ursache eines hohen Blutdrucks genau und umfassend abzuklären, um die richtige individuelle therapeutische Strategie festzulegen.

Ein unbehandelter Hochdruck führt zu einer Vielzahl von schwerwiegenden Folgen, wie z. B. einer Herzschwäche, einem Herzinfarkt oder einem Schlaganfall. Aber auch die Nieren werden durch den dauerhaften Bluthochdruck geschädigt und es kann im schlimmsten Fall zu einem kompletten Versagen der Niere führen, was die Notwendigkeit einer Dialyse (Blutwäsche) zur Folge hat. Zusätzlich führt der Hochdruck auch zu schweren Schädigung der Augen mit ernsthaften Folgen für die Sehfähigkeit. Patienten mit hohem Blutdruck sollten deswegen hinsichtlich der Bluthochdruckfolgen untersucht werden, z. B: durch ein EKG oder ein Ultraschall des Herzens. Zusätzlich sollten die Gefäße durch Ultraschall untersucht werden, um frühzeitig Gefäßveränderungen im Sinne einer Gefäßwandverkalkung zu erkennen. Eine Schädigung der Nieren kann wie oben beschrieben durch Blut- und Urinuntersuchung festgestellt werden. Daneben ist eine Untersuchung der Augen gerade bei schwerem Bluthochdruck sehr wichtig.

Die Therapie des Hochdrucks besteht aus der spezifischen Bekämpfung der Ursachen, falls diese vorliegen. Sollten keine direkten Ursachen für einen Bluthochdruck erkennbar sein, kann durch Modifikation des Lebensstils in vielen Fällen eine deutliche Senkung des Blutdrucks erreicht werden. Hierbei spielt eine gesunde Ernährung, die Vermeidung von Fettleibigkeit und eine ausreichende Bewegung eine entscheidende Rolle. Die medikamentöse Einstellung des Blutdrucks auf einen bestimmten Zielwert hat in den letzten Jahren immer wieder zu vielen kontroversen Diskussionen auch innerhalb von Expertengruppen geführt. Neuere Daten legen jedoch für bestimmte Patientengruppen eine eher stärkere Blutdruckeinstellung mit niedrigeren Zielblutdruckwerden nahe, auch wenn diese mit Nebenwirkungen behaftet sein können.
Am 20.02.2017 von 18 bis 19 Uhr lädt das UKSH Gesundheits­forum in den Klaus-Murmann-Hörsaal zu einem Vortrag zum Thema „Bluthochdruck – Problem und Folgen“ ein. Prof. Feldkamp wird dort erläutern, welche Ursachen es für einen Bluthochdruck gibt, wie diese frühzeitig entdeckt werden und wie man Hochdruck und seine Folgen vermeiden kann. Auch geht er auf die verfügbaren Therapie­optionen und interventionelle Verfahren (z. B. Katheterablation) zur Senkung des Bluthochdrucks ein und bewertet diese. Der Klaus-Murmann-Hörsaal befindet sich in der Leibnizstraße 1, direkt hinter der Abzweigung an der Olshausenstraße gegenüber den Fakultäten­blöcken. Abschließend steht der Referent bei Fragen zur Verfügung.

Veranstaltung:
Datum: 20.02.2017, 18-19 Uhr
Titel: Bluthochdruck – Problem und Folgen
Referent:
Prof. Thorsten Feldkamp,
Klinik für Innere Medizin IV, Nieren- und
Hochdruckkrankheiten
Ort:
Christan-Albrecht-Universität (CAU)
Klaus-Murmann-Hörsaal, Leibnitzstraße 1, 24118 Kiel

Für alle weiteren Fragen wenden Sie sich bitte an:
Klinik für Innere Medizin IV:
Nieren- und Hochdruckkrankheiten
Universitätsklinikum Schleswig-Holstein
Arnold-Heller-Straße 3, 24105 Kiel
Tel.: 0431/500-23001 · Fax.: 0431/500-23005

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