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Gesundheit Rundum gut versorgt in der Schwangerschaft
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08:27 11.03.2019
Regelmäßige (Ultraschall-)Untersuchungen während der Schwangerschaft sind Teil der Vorsorgeuntersuchungen. Quelle: AOK/HFR

KIEL. Mit der Schwangerschaft beginnt für werdende Mütter eine aufregende Zeit, die aber auch mit vielen Fragen verbunden ist. Rat und Hilfe bieten Hebammen, Ärzte und die gesetzlichen Krankenkassen mit umfassenden Leistungen rund um die Schwangerschaft, Geburt und die Zeit danach. Regelmäßige Vorsorgeuntersuchungen während der Schwangerschaft sind wichtig und sollten unbedingt in Anspruch genommen werden. Der Arzt überprüft dabei in der ersten Zeit der Schwangerschaft alle vier Wochen und in den letzten beiden Monaten alle 14 Tage, wie es um das Wohl von Mutter und Kind steht. „Die jeweiligen Untersuchungsergebnisse werden in den Mutterpass eingetragen. Diesen sollte die Schwangere stets bei sich tragen, damit bei Komplikationen schnell reagiert werden kann“, so AOK-Sprecher Jens Kuschel.

Ultraschalluntersuchungen

Alle vier Wochen werden zum Beispiel eine Blutdruck- und Gewichtsmessung sowie eine Urinkontrolle bei der werdenden Mutter und eine Herztonkontrolle beim Kind vorgenommen. Pro Schwangerschaftsdrittel ist routinemäßig auch eine Ultraschalluntersuchung vorgesehen. Falls spezifische Probleme diagnostiziert werden, sind darüber hinaus weitere Ultraschalluntersuchungen möglich.

Mutterschaftsgeld

Zur finanziellen Absicherung haben werdende Mütter, die als Arbeitnehmerin selbst gesetzlich krankenversichert sind, einen Anspruch auf Mutterschaftsgeld. „Mutterschaftsgeld wird von den gesetzlichen Krankenkassen als Entgeltersatzleistung während der Schutzfristen gezahlt, also sechs Wochen vor und acht Wochen nach der Entbindung. Bei Mehrlings- und Frühgeburten verlängert sich das Mutterschaftsgeld von acht auf zwölf Wochen ab dem Entbindungstag“, so Kuschel. Das Mutterschaftsgeld beträgt maximal 13 Euro pro Kalendertag. Übersteigt das durchschnittliche Nettoarbeitsentgelt den Betrag von 13 Euro, wird die Differenz zum Nettoarbeitsentgelt vom Arbeitgeber als Zuschuss zum Mutterschaftsgeld gezahlt, so dass das bisherige monatliche Einkommen vollständig ersetzt wird.

Haushaltshilfe

Kann der Haushalt wegen Beschwerden in der Schwangerschaft oder wegen Entbindung nicht weitergeführt werden und keine andere im Haushalt lebende Person kann einspringen, zahlen die Krankenkassen unter bestimmten Voraussetzungen auch eine Haushaltshilfe – selbst wenn kein Kind im Haushalt lebt. In dieser Situation ist es wichtig, dass schnell jemand einspringen und den Haushalt erledigen kann. „Dies sollte im Fall der Fälle so schnell wie möglich bei der zuständigen Krankenkasse beantragt und das weitere Vorgehen besprochen werden“, rät AOK-Sprecher Jens Kuschel. In welchem Umfang und wie lange die Haushaltshilfe im Einzelfall bezahlt wird, richtet sich nach der individuellen Situation. Die Krankenkassen übernehmen außerdem die Kosten für eine Haushaltshilfe auch bei akuter schwerer Krankheit bis zu vier Wochen. Und wenn Kinder unter zwölf Jahren im Haushalt leben, bis zu 26 Wochen. Die AOK übernimmt die Kosten hierfür unter bestimmten Voraussetzungen sogar über den gesetzlich vorgegebenen Zeitraum von 26 Wochen hinaus. Außerdem hat die AOK die Altersgrenze für im Haushalt lebende Kinder auf unter 14 Jahren erweitert.

AOK-Gesundheitsbudget:

Mehrleistungen für Schwangere Die AOK NORDWEST übernimmt für ihre Versicherten außerdem Leistungen wie Schwangerschaftsgymnastik, Geburtsvorbereitungskurse und Rückbildungsgymnastik. Mit dem neuen individuellen AOK-Gesundheitsbudget können die AOK-versicherten Schwangeren ab sofort noch weitere exklusive Mehrleistungen in Anspruch nehmen. Erstattet werden zum Beispiel Kosten für die 24-Stunden Hebammenrufbereitschaft zur Entbindung, Geburtsvorbereitungskurse für AOK-versicherte Partnerinnen und Partner, nicht verschreibungspflichtige und apothekenpflichtige Medikamente mit den Wirkstoffen Folsäure, Eisen und Magnesium. Zu den Mehrleistungen gehören auch Untersuchungen wie 4-D- oder Farbdoppler-Ultraschall, B-Streptokokken- Tests, Feststellung der Antikörper gegen Windpocken/Ringelröteln und Toxoplasmoseund Zytomegalie-Tests. Bezahlt werden dafür innerhalb des AOK-Gesundheitsbudgets jeweils bis zu 80 Prozent der Kosten bis maximal 500 Euro im Kalenderjahr.

App „AOK Schwanger“

Die kostenfreie App „AOK Schwanger“ hält viele Tipps für werdende Mütter bereit: Mit Eingabe des voraussichtlichen Geburtstermins steht zum Beispiel ein individueller Kalender mit Vorsorgeterminen und allen relevanten Daten zur Verfügung.

 

Weitere Infos zum AOK-Gesundheitsbudget online unter aok.de/nw/ganzeinfach.

Kostenfreies Servicetelefon 24 Stunden am Tag: 0800 265 5119.

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