Menü
Kieler Nachrichten | Ihre Zeitung aus Kiel
KN hilft Leben retten Ein Kalender unterstützt die KN-Aktion
Mehr KN hilft Leben retten Ein Kalender unterstützt die KN-Aktion
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
07:00 02.11.2017
Von Heike Stüben
Elvira Brandt unterstützt mit einem Kalender die Aktion "Leben retten!" Quelle: Ulf Dahl

"Dass ein Mensch neben mir zusammenbricht und ich nicht weiß, was ich tun soll – diese Vorstellung hat mich umgetrieben", erzählt Elvira Berndt. "Ich wollte nicht erleben, dass mich solch eine Situation, in der das Leben eines anderen von meiner richtigen Reaktion abhängt, unvorbereitet trifft. Als ich von der Aktion ,Leben retten!’ las, habe ich mich deshalb sofort für eine Schulung angemeldet."

Wie richtig Elvira Berndt damit lag, hat Bundesgesundheitsminister Hermann Gröhe erst gestern wieder betont: "10.000 Menschen könnten in Deutschland jedes Jahr gerettet werden, wenn Angehörige oder Passanten bei einem Herz-Kreislauf-Stillstand sofort mit einer Herzdruckmassage beginnen würden. Aber viele trauen sich nicht, aus Angst, etwas falsch zu machen." Die Kieler Nachrichten haben deshalb zusammen mit dem Universitätsklinikum Schleswig-Holstein im November 2016 die Aktion "Leben retten!" gestartet. Ziel ist es, dass Bürger in einer – für sie kostenlosen – Schulung lernen, einer Person bei einem Herzstillstand sofort zu helfen. 

Elvira Berndt weiß jetzt, wie das geht. Und sie besitzt wie alle Teilnehmer eine Übungspuppe, an der sie anderen die Schritte zeigen kann. Doch Elvira Berndt hat auch erfahren, dass erst einmal 1700 Euro für die Puppen, das Informationsmaterial und die Fachanleitung für jede Schulung gesammelt werden müssen. "Ich wollte unbedingt, dass wir auch in Honigsee einen Kursus bekommen, und dafür möchte ich den Grundstock legen." Deshalb hat sie einen Kalender mit eigenen Fotos drucken lassen. Die Hälfte des Reinerlöses soll an "Leben retten!" gehen.

Den Kalender (10 Euro) kann man unter Telefon 04302/9697830 oder über www.dreierlei.net bestellen. 

Kommentare
Die Debatte geht am Morgen weiter
Die Kommentarfunktion ist zwischen 22:00 und 06:00 Uhr nicht aktiv – denn wir wollen eine gute Moderation der Beiträge gewährleisten.
Wir freuen uns am Morgen über Ihre konstruktiven Beiträge zum Thema!

Der Tag, an dem Ashot Babakhanyan zum Lebensretter wurde, liegt rund zwei Monate zurück. Aber wenn er über das dramatische Geschehen spricht, treten ihm noch immer Tränen in die Augen. Peter Tews scheint dann fasst ein bisschen mit seinem Glücksengel zu leiden.

Gerhard Müller 17.10.2017

Vor einem Jahr brach Kai-Uwe Kobarg bewusstlos zusammen. Dank engagierter Kollegen hat er überlebt und genießt sein neues Leben.

Gerhard Müller 22.09.2017

Es war ein entspannter Sonntagnachmittag, erinnern sich Brigitte (61) und Claus Bahr (63) aus Kiel. Ihr Sohn Marco-André war mit der Schwiegertochter und den Enkeln zu Besuch gekommen. Ein unfassbares Glück, denn ohne ihren Sohn wäre die Kielerin heute wohl nicht mehr am Leben.

Heike Stüben 02.09.2017
Anzeige