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Lifestyle Slip, slip, hurra!
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19:59 15.07.2016
Von Heike Manssen
Ab in die Neunziger: Das Slipdress ist in allen Formen, Farben und Transparenzgraden zurück, hier Modelle von Saint Laurent. Quelle: Saint Laurent / dpa

Ist das Trägerkleidchen seidig-glänzend, dazu noch etwas knapp, lästern einige schnell, man laufe am Tage im Nachthemd herum. Ausgeschlafene wissen dagegen, dass das Slip Dress, auf Deutsch Unterkleid, in der Saison 2016 ein Muss im Kleiderschrank ist. Das zumindest sagen Modeexperten.

Dabei ist die Idee, sein Spaghetti-Nachthemdchen auch tagsüber zu tragen, nicht ganz neu. Schon in den Neunzigerjahren machten Models wie Kate Moss, Naomi Campbell oder Christy Turlington  das Slip Dress und den sogenannten Lingerie-Trend salonfähig – und das nicht nur im Schlafgemach.

Eines der berühmtesten Partybilder dieser Zeit zeigt Kate Moss in einem transparenten silbernen Nichts der Designerin Liza Bruce. Dazu trägt das Model nur Marlboro und Bierflasche. Keinen BH. Praktisch über Nacht wurde das Kleidungsstück zur Ikone.

Steht jetzt im Museum: Das silber-transparente Slipdress von Liza Bruce machte die damals 19-jährige Kate Moss zur Party-Ikone. Quelle: Victoria & Albert Museum London

Auch Prinzessin Diana hatte einen viel beachteten Auftritt im Slip Dress. Kurz nach der Scheidung von ihrem Prinzen tauchte sie auf einem New Yorker Ballabend in einem seidig-blauen Modell mit zarter Spitze von Dior auf. So sinnlich hatte sich Diana als Prinzessin im Dienst nie präsentiert. Vielleicht wollte sie damals einfach nur ein Zeichen setzen – in Richtung Exmann Charles: "Sieh her, was du in Zukunft verpasst!"

Ein paar Jahre später verschwand das luftige Unterkleidchen wieder in der Wäschekommode, um nun erneut in den Kleiderschrank vorzurücken. Irgendwann kommt alles wieder. Vergangene Trends werden aktuell aufgerollt, eingestaubten Klassikern wird neues Leben eingehaucht.

Tipps zur Entschärfung

Wer über die Jahre genug Durchhaltevermögen zeigt und die Figur in der Waage hält, ist modisch auf der sicheren Seite. Es gibt kaum einen Modedesigner, der für dieses Jahr nicht mindestens ein Slip Dress auf dem Laufsteg präsentierte. Ganz vorne dabei: Calvin Klein, Burberry und Saint Laurent.

Kombiniert wird der Klassiker gern mit groben Stiefeln, Ballerinas oder Sneakers, je später der Abend, desto höher können die Absätze der Schuhe werden. All denjenigen, die das verführerische Kleidchen entschärfen wollen, raten Modeleute zu Rollkragenpullis oder T-Shirts zum Druntertragen oder Long-Cardigans und Lederjacken für drüber. Egal wie, praktisch ist es allemal, denn abends fürs Bett sind keine großen Umziehaktionen mehr nötig.

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