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Meinungen Alev Dogan zum Wolf
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08:00 08.11.2018
Von Alev Doğan
Alev Dogan ist Lokalredakteurin bei den Kieler Nachrichten. Quelle: Ulf Dahl
Kiel

Es ist an der Zeit, sich ganz ehrlich zu fragen, ob Wolf und Schaf in Schleswig-Holstein eine gemeinsame Zukunft haben. Den Wolf ins Jagdrecht aufzunehmen, ist allerdings keine Lösung.

Denn von der Europäischen Union als bedrohte Tierart eingestuft, würde der Wolf selbst dann noch ganzjährigen Schutz genießen – Jagdrecht hin oder her. Wer tatsächlich nicht möchte, dass schleswig-holsteinische Schäfer frustriert ihren Beruf aufgeben, weil sie weitere Wolfsrisse weder finanziell noch emotional ertragen, der müsste den Schutzstatus der Wölfe insgesamt in Frage stellen und dann auch die unpopuläre Entscheidung treffen, dass Wölfe geschossen werden dürfen. Wie heikel das ist, merkt man auch daran, dass niemand das Wort „Schießen“ auch nur mit der Kneifzange anpacken will. Schießen, das tun nur die anderen, Politiker diskutieren nur über die „Entnahme“ von Wölfen. An dem Vorgang an sich ändert das allerdings nichts.

Aber natürlich schreibt sich kein Minister gern auf die Fahne, den Wolf zum Abschuss freigegeben zu haben – erst recht kein grüner. Insofern ist der noch relativ frisch ernannte Umweltminister Jan Philipp Albrecht nicht zu beneiden. Wolf oder Schaf, das ist hier die Frage. Und die muss bald beantwortet werden – denn so geht es nicht weiter.

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