10 ° / 8 ° Regenschauer

Navigation:
Alexander Holzapfel zum Abschied von Anfang

Kommentar Alexander Holzapfel zum Abschied von Anfang

Jetzt ist es also raus. Nach Monaten des Schweigens. Die gestrige Pressemitteilung muss eine Erlösung gewesen sein für Holsteins Noch-Trainer Markus Anfang.

Schon seit Anfang Dezember 2017 musste er sich mit Gerüchten über seinen Realität gewordenen Wechsel zum Bundesliga-Traditionsklub 1. FC Köln konfrontieren lassen und kam durch beharrliches Nichts-Sagen auffällig unauffällig daher. Dieser Druck ist weg.
Was ihm bleibt, ist Vorfreude. Auf die Arbeit in der Heimat, in der Nähe seiner Familie, in einer fußballverrückten Stadt, bei einem potenten Arbeitgeber mit all den schönen monetären Nebeneffekten. Anfang hat es geschafft. Im Sommer 2016 kam er als Trainer des deutschen U17-Meisters Bayer Leverkusen nach Kiel in die Dritte Liga. Die Störche sollten ein Sprungbrett für Anfangs Trainer-Karriere werden. Aus dem Sprungbrett ist ein Trampolin geworden. Wer mag es ihm übel nehmen, dass er diese Gelegenheit jetzt nutzt? Anfang hat die KSV zu einem Klub gemacht, über den ganz Deutschland mit Respekt, teils auch mit Ehrfurcht spricht.
„Die Reise von Holstein ist noch nicht zu Ende“, ließ Anfang am Dienstag ausrichten. Auch in dieser Saison noch nicht. Wenn überhaupt die Gerüchte um den Coach in den letzten Wochen einen Kieler Profi in seiner Konzentration aufs Sportliche gestört haben sollten, kann der Fokus jetzt ganz auf die letzten vier Saisonspiele gelegt werden. Mit dem sehr gut möglichen Aufstieg zum Abschied würde sich Anfang in Kiel ein Denkmal setzen.

Voriger Artikel
Nächster Artikel
Ein Artikel von
Alexander Holzapfel
Ressortleiter Sport

Mehr aus Meinungen 2/3