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Meinungen Anne Holbach zu faulen Schiffskrediten
Mehr Meinungen Anne Holbach zu faulen Schiffskrediten
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07:00 06.02.2019
Von Nora Saric
Anne Holbach ist Wirtschaftsredakteurin der Kieler Nachrichten Quelle: Ulf Dahl
Hannover/Kiel

Niedersachsen hat sich nun für einen anderen Weg entschieden und hält an seiner Nord LB fest. Wenn es um die faulen Schiffskredite geht, die weg müssen, besinnen sich die Hannoveraner aber doch auf die Nachbarn.

Nun mag es für die HSH Portfoliomanagement keine schlechte Idee sein, sich der Schrottkredite der Nord LB anzunehmen. Denn wenn das Risiko hinter der Landesgrenze verbleibt, lässt sich mit der Dienstleistung sogar Geld verdienen. Zugleich sind externe Aufträge eine Chance, die Existenz der Bad Bank zu verlängern: Sind die HSH-Altlasten eines Tages abgearbeitet, haben die Finanzexperten sich schließlich selbst überflüssig gemacht. Trotzdem muss die Frage erlaubt sein, ob es nicht wichtiger ist, sich zuallererst um den Abbau der eigenen faulen Kredite zu kümmern. Mit einem Batzen zusätzlicher notleidender Kredite dürfte nicht nur das Personal an seine Grenzen kommen.

Kommen Hunderte Frachter obendrauf, dürfte es immer schwieriger werden, sie zu veräußern. Ein Interessenskonflikt ist programmiert: Welche Schiffe versuche ich dann zuerst feilzubieten – die HSH-Kähne oder die aus Niedersachsen? Auch wenn es bei der Bad Bank gut vorangeht: Noch sind rund 170 Schiffe übrig – und die müssen wir erst mal loswerden.

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