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Meinungen Anne Holbach zu den unterirdischen Wärmespeichern
Mehr Meinungen Anne Holbach zu den unterirdischen Wärmespeichern
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07:00 29.11.2017
Von Anne Holbach

Weil das Kohlekraftwerk in Wedel bis Ende 2021 vom Netz gehen soll, muss dort zügig eine Alternative her. In anderen Städten im Norden mag die Dringlichkeit heute noch nicht so hoch sein. Aufschieben sollten Energieversorger und Städte eine ernsthafte Auseinandersetzung damit trotzdem nicht.

Geeignete Speicherorte für Strom und Wärme dürfen uns nicht fehlen, wenn immer mehr erneuerbare Energie in unsere Netze strömt. Erst recht nicht in einem Windland wie Schleswig-Holstein, das sich seine Vorreiterrolle bei der Energiewende gern auf die Fahne schreibt. Da ist es gut, dass die Kieler Universität schon vor ein paar Jahren damit begonnen hat, das geologische Potenzial der Region für Speicherformen unter der Erde auszuloten. Auch die wissenschaftliche Auseinandersetzung mit den Auswirkungen und Dimensionen ist sinnvoll, damit nicht einfach gebuddelt wird, ohne sich der Konsequenzen bewusst zu sein.

Die Erkenntnisse müssen aber auch rasch angewendet werden und dürfen nicht nur Theorie bleiben. Stadtwerke und andere Versorger müssen nicht nur ein Ohr für die Wissenschaft haben, sondern brauchen auch den Mut, innovative Projekte anzupacken und zu Pionieren zu werden. Es wäre doch toll, wenn die Lösung für ein globales Problem aus dem Norden käme.

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