1 ° / -2 ° Schneeschauer

Navigation:
Anne Holbach zu den Möbel-Kraft-Gerüchten

Kommentar Anne Holbach zu den Möbel-Kraft-Gerüchten

Die Gerüchte, dass Möbel Kraft nicht nach Kiel kommt, halten sich hartnäckig. Auch wenn Stadt und Unternehmen nicht müde werden zu betonen, dass es dabei bleibt.

Seit die Ansiedlungspläne 2011 öffentlich wurden, sind so viele Jahre ins Land gegangen, dass Möbel Kraft sich ungeduldige Fragen gefallen lassen muss – und Worten endlich Taten folgen müssen. Viele Kieler haben das Gefühl, dass auf dem Gelände einfach nichts passiert. So abwegig ist es da nicht, dass Fußballfans auf das Grundstück als potenziellen Platz für ein Bundesliga-Stadion schielen.

Ein großer Teil der Bevölkerung hat beim Bürgerentscheid vor drei Jahren wohl nur für das Möbelhaus gestimmt, weil sie sich von der Aussicht auf neue Arbeitsplätze überzeugen ließen. Gewerbesteuereinnahmen für die Stadt, die Stärkung des Wirtschaftsstandortes – das alles waren Argumente für den Kraft-Neubau. Stattdessen liegt das Gelände brach. Kleingärtner mussten ihre Parzellen aufgeben, die sie gut und gerne noch ein paar Jahre länger hätten behalten können. Das Ganze ist wie eine unendliche Geschichte – und das nicht zum ersten Mal. Bis Möbel Kraft einst seine Filiale in Buchholz eröffnete, dauerte es über 15 Jahre.

So lange darf es nicht wieder dauern. Mit dem Bauantrag bei der Stadt ist zwar ein erster Schritt getan. Der Möbelhändler muss jetzt aber Dampf machen, damit er wirklich 2021 fertig ist und nicht das Vertrauen seiner zukünftigen Kunden verspielt. Die Gerüchte werden wohl erst verstummen, wenn die ersten Bagger rollen.

Voriger Artikel
Nächster Artikel
Ein Artikel von
Anne Holbach
Wirtschaftsredaktion

Mehr aus Meinungen 2/3