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Meinungen Anne Holbach zu den Wölfen
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10:00 27.07.2018
Von Anne Holbach
Anne Holbach ist Wirtschaftsredakteurin bei den Kieler Nachrichten. Quelle: Ulf Dahl
Kiel

Das darf man weder romantisch verklären noch dem Wolf übel nehmen. Es liegt in seiner Natur.

Wenn ein Wildtier seine Lebensräume zurückerobert, ist das erst einmal positiv. Der Artenschutz hat dann gefruchtet. Dass es aber für Schäfer, Rinderzüchter oder Pferdehalter furchtbar ist, wenn sie ein gerissenes Tier auf ihrer Weide finden, kann jeder nachvollziehen. Da geht es nicht nur um den wirtschaftlichen Schaden, da geht es um Emotionen. Niemand sieht gern ein Lebewesen vor den eigenen Augen verenden. Aber deswegen einen Wolf einfach abknallen? Das kann nicht der richtige Weg sein – vor allem, solange es im Land um rund 30 Sichtungen und nicht 3000 Wölfe geht.

Der Impuls, zur Waffe zu greifen, um einen Angriff zu verhindern, mag groß sein. Wer will schon auf eine Genehmigung warten, wenn er jetzt ein Blutbad verhindern kann? Es darf aber auf den Weiden im Norden nicht wie im Wilden Westen zugehen. Es hat schon seinen Grund, dass der Abschuss nur unter bestimmten Voraussetzungen möglich ist. Der Wolf ist nach wie vor schützenswert. Die Debatte darüber muss trotzdem erlaubt sein. Wir müssen darüber sprechen, wie viele Wölfe das Land vertragen kann und was passiert, wenn es zu viele werden. Dann kann auch gezielter Abschuss eine Lösung sein – aber nur dann.

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