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Anne Holbach zum Diesel-Skandal

Kommentar Anne Holbach zum Diesel-Skandal

Dieselfahrzeuge haben im Moment nicht den besten Ruf.

 Immer wieder landen die Selbstzünder in den Schlagzeilen: Wegen Mauschelei bei den Grenzwerten und Kartell-Absprachen unter den Automobilherstellern oder der Debatte über Diesel-Fahrverbote für reinere Luft. Kein Wunder, dass das für Verunsicherung bei den Autofahrern sorgt. Gewinner der Diesel-Krise sind dabei die sauberen Antriebsstoffe wie Strom oder Erdgas: Vielen Autofahrern ist nicht mehr egal, was aus dem Auspuff kommt.

Ob aus Umweltbewusstsein oder nur der Angst vor dem Wegbrechen des Diesel-Geschäfts: Die Automobilindustrie setzt bei Neuentwicklungen nun endlich auf Elektroautos. Ohne mehr Reichweite und massentauglichere Preise für die Stromer kommt die Technologiewende aber nicht voran.

Auch beim Ladesäulenausbau tut sich schon viel. Politik und Energieversorger müssen allerdings ihren Kurs nicht nur halten, sondern das Tempo kräftig anziehen, wenn die Elektromobilität sich als Alternative durchsetzen soll. Ohne ein gutes Netz an Stromtankstellen schrecken viele Autofahrer vor der Anschaffung eines E-Autos zurück. Da kann eine Kaufprämie wenig ausrichten.

Zugleich müsste die Politik einen einheitlichen Kurs fahren: Es ist paradox, wenn auf der einen Seite eine neue, saubere Technologie angeschoben wird, auf der anderen aber eine althergebrachte wie Diesel immer noch niedriger besteuert wird als Benzin. 

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