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Meinungen Bastian Modrow zu bröckelnden Kirchen
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10:00 05.11.2018
Von Bastian Modrow
Bastian Modrow kommentiert den Sanierungsstau in den Kirchen. Quelle: Ulf Dahl
Kiel

Die Kirchen stecken in einer doppelten Misere: Die Gotteshäuser bröckeln, die Mitgliederzahlen sinken. Zig Millionen Euro müssten in Altäre und Kirchtürme investiert werden. Die Gemeinden sind aber immer weniger dazu in der Lage, die notwendigen Mittel für Sanierungen und Reparaturen aufzubringen. Ihnen fehlen Kirchensteuer-Einnahmen und Mitglieder, die bereit sind, das Portemonnaie zu öffnen.

Fest steht, dass es aus eigener Kraft nicht mehr möglich ist, die Vielzahl im Unterhalt anspruchsvoller Gebäude für einen stetig schwindenden und immer exklusiveren Kreis zu erhalten. Sich auf Stiftungen zu verlassen, ist kein dauerhaft tragfähiges Konzept. Nach staatlichen Mitteln zu rufen, wäre verfehlt in Zeiten, in denen sich nur noch die Hälfte aller Menschen dem christlichen Glauben zugehörig fühlt.

Die Kirchenvorderen müssen umdenken. Zunächst müssen sie entscheiden, welche Gebäude aus religiöser und kulturhistorischer Sicht unbedingt erhaltenswert sind. Bei dem übrigen Bestand an Kapellen, Gemeinde- und Gotteshäusern muss über alternative Nutzungen nachgedacht werden. Hier kann die Nordkirche vom katholischen Erzbistum wichtige Impulse bekommen. In anderen Bundesländern beherbergen entweihte Kirchen längst Cafés, Wohnungen und Konzertsäle. In Mönchengladbach ist ein Gotteshaus sogar zu einer wirtschaftlich florierenden Kletterhalle umfunktioniert worden. Mut ist gefordert – wohl wissend, dass dies ein schmerzhafter Weg ist.

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