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Meinungen Bastian Modrow zu Tasern für Polizisten
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10:00 03.11.2018
Von Bastian Modrow
Bastian Modrow ist Polizeireporter und SH-Redakteur der Kieler Nachrichten. Quelle: Ulf Dahl
Kiel

Das klare Bekenntnis von Innen-Staatssekretär Torsten Geerdts (CDU) ist ein wichtiger Impuls, die unnütze Diskussion über ein Pilotprojekt für den Einsatz von Tasern in die richtige Richtung zu lenken, vor allem aber zu verkürzen.

Im Kern gibt es nämlich keine nachhaltig schlüssigen Argumente, die gegen die Geräte sprechen. Taser haben sich im Ausland, aber sogar schon innerhalb Deutschlands bewährt. Es gibt Dutzende Untersuchungen, Feldversuche und Analysen. Unterm Strich aber bleibt es dabei: Der größte Vorzug der Taser ist, dass sie doppelt Leben retten! Polizisten können sich Angreifer vom Leib halten, ohne dafür als letztes Mittel zur Schusswaffe greifen zu müssen – eine Win-win-Situation. Auch wenn klar ist, dass auch Taser natürlich nicht ohne Risiko eingesetzt werden können.

Wer aber grundsätzlich über den Einsatz der Waffe diskutieren möchte, muss sich die Frage gefallen lassen, ob es ihm tatsächlich um Sachpolitik geht oder doch eher um ideologisch geprägte Prinzipien. CDU und FDP in Schleswig-Holstein haben verstanden. Ihr grüner Koalitionspartner wäre gut beraten, seine Blockadehaltung in Zeiten wachsender Gewalt gegen Polizisten aufzugeben.

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Die geplante Sanierung der beiden wichtigsten Parkgebäude im Kieler Regierungsviertel ist zunächst einmal eine gute Nachricht.

Ulf B. Christen 02.11.2018

Drei Prozent sind echt wenig. Wenn es Schleswig-Holsteins Landesregierung ernst ist, Menschen mit Migrationsgeschichte stärker in die Gesellschaft zu integrieren, dann denkt sie zu Recht darüber nach, warum bisher so wenige die deutsche Staatsangehörigkeit annehmen wollen.

Christian Hiersemenzel 01.11.2018

Das hört sich doch gut an: Ein- und Zweistundentakt beim Überlandverkehr und Busse, die selbst am Wochenende in annehmbaren Abständen fahren.

Cornelia Müller 01.11.2018