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Meinungen Bastian Modrow zu Ulf Döhrings Wechsel
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09:00 07.11.2018
Von Bastian Modrow
Bastian Modrow kommentiert den Wechsel von Ulf Döhring ins Innenministerium. Quelle: Ulf Dahl
Kiel

Hans-Joachim Grote fackelt nicht lange: Er tauscht den nächsten Behördenleiter aus. Dass es jetzt mit Ulf Döhring den Leiter des Landesamtes für Ausländerangelegenheiten trifft, ist nicht überraschend. Seit Monaten rumort es hinter den Kulissen. Die Stimmung in der Behörde ist schlecht, die Bilanz des Landesamtes lässt zu wünschen übrig. Es mangelt an Konzepten und Ideen, vor allem wenn es um die bis heute miserablen Zahlen der Rückführungen von Migranten ohne Bleibeperspektive geht. Der Druck, der auf Döhring lastete, war gewaltig. Und genau das dürfte dem erfolglosen Amtsleiter jetzt zum Verhängnis geworden sein. Der Innenminister braucht dringend Erfolge.

Nur mit größter Mühe war es Grote gelungen, die rebellischen Boostedter zu besänftigen. Er hat der Gemeinde versprochen, die Belegungszahlen der Landesunterkunft deutlich zu senken. Es steht viel auf dem Spiel: Kann der Innenminister seine Zusage nicht halten, hat nicht nur er, sondern auch der Ministerpräsident ein Glaubwürdigkeitsproblem.

Ob ein neuer Chef an der Spitze des Landesamtes die dringlich erhofften Erfolge liefern kann, ist fraglich. Mit dem Problem von Flüchtlingen, die vor angesetzten Abschiebungen abtauchen, haben alle Bundesländer zu kämpfen. Das weiß auch der Innenminister. Von daher zeugt es von Fairness, dem langjährigen Leiter des Landesamtes zumindest eine halbwegs adäquate berufliche Alternative angeboten zu haben.

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