Menü
Kieler Nachrichten | Ihre Zeitung aus Kiel
Meinungen Bastian Modrow zu den Sophienhof-Vorfällen
Mehr Meinungen Bastian Modrow zu den Sophienhof-Vorfällen
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
21:15 02.03.2016
Von Bastian Modrow

Doch die Verantwortlichen versteckten sich hinter Beschwichtigungen. Von einer „Stresssituation für die Polizei“ war die Rede und von dem erklärten Ziel, gerade nach den Ereignissen von Köln in der Silvesternacht „offensiv und proaktiv“ über Vorfälle berichten zu wollen. Grundsätzlich ist dies der richtige Ansatz. Genau diese Transparenz fordert die Öffentlichkeit ein!

Nur entbindet das die Polizei nicht davon, sich der Tragweite ihrer Äußerungen bewusst zu sein, Fakten von Eventualitäten von Anfang an klar zu trennen. Im konkreten Fall war es erst die (im Nachhinein) falsche Mitteilung des Kieler Polizeisprechers, dass die Mädchen von 20 bis 30 Männern „belästigt, beobachtet und verfolgt“ worden seien, die bundesweites Aufsehen ausgelöst hatte. Nicht nur die „Tagesschau“, auch die Kieler Nachrichten haben sich auf diese Aussagen der Polizei verlassen müssen. Erst diese Tatsachenbehauptung knüpfte Parallelen zu Vorfällen wie Köln. Diesen Fauxpas nun mit dem lapidaren Satz abzutun, man hätte in der Mitteilung besser den Konjunktiv wählen sollen, ist hilflos. Ob die professionelle Schulung der Behördensprecher die Lösung ist, bleibt abzuwarten. Ein offensives und selbstkritisches Krisenmanagement wäre sehr viel effektiver.

Kommentare
Die Debatte geht am Morgen weiter
Die Kommentarfunktion ist zwischen 22:00 und 06:00 Uhr nicht aktiv – denn wir wollen eine gute Moderation der Beiträge gewährleisten.
Wir freuen uns am Morgen über Ihre konstruktiven Beiträge zum Thema!

Nach dem Veggie-Day jetzt also ein Pork-Day? Ähnlich wie die Grünen im vergangenen Bundestagswahlkampf will die CDU in Schleswig-Holstein den Speiseplan der Kantinen mitbestimmen. Doch anders als den Grünen geht es der CDU nicht um die Gesundheit der Schleswig-Holsteiner, sondern um die Art und Weise, wie Menschen unterschiedlicher Religionen im Alltag zusammenleben.

Anne Steinmetz 01.03.2016

Ganz beiläufig hat der Ministerpräsident ein heißes Eisen angefasst, und dabei verfolgt Torsten Albig wirklich die allerbesten Absichten: Wenn es beim Umgang mit Flüchtlingen um die Vermittlung von Deutschkenntnissen geht, ist zunächst jeder von uns gefragt, seine natürlichen Kompetenzen als Muttersprachler zur Verfügung zu stellen.

Christian Hiersemenzel 01.03.2016

Der Fußballer Uli Hoeneß hat während seiner Karriere mehr als 100 Tore erzielt. Unvergesslich blieb allerdings ein Tor, das er nicht geschossen hat. 1976 im EM-Finale gegen die Tschechoslowakei, aus elf Metern. Am Montag hat sich sein vermutlich wichtigstes Tor hinter ihm geschlossen.

Gerhard Müller 29.02.2016
Anzeige