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Meinungen Bastian Modrow zur Teilsperrung der Rader Hochbrücke
Mehr Meinungen Bastian Modrow zur Teilsperrung der Rader Hochbrücke
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00:17 31.07.2013
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Dabei sind es nicht nur die Speditionen, die massiv betroffen sind. Sie stehen vor zeitlichen und logistischen Herausforderungen. Zumindest sind ihre Probleme aber zeitlich überschaubar. In vier Monaten werden die Mängel an den Brückenpfeilern behoben sein. Danach werden sie keine riesigen Umwege mehr fahren müssen. Nicht minder heftig aber sind die Konsequenzen für den Tourismus, unter denen vom Eisladen bis zum Luxushotel alle leiden werden.

Was nutzen uns die schönsten Strände, wenn die Gäste sie erst nach nervenaufreibender Anreise zu Gesicht bekommen? Die Autobahn 1 ist seit Jahren eine Dauerbaustelle, auf der Jahr für Jahr neue Stau-Rekorde gemessen werden. Nun entpuppt sich auch noch die A 7, die zweite Hauptreiseachse, als Nadelöhr mit garantiertem Anreisefrust.

Wer einen halben Tag bei gleißender Hitze im Auto im Stau steht, der wird sich gründlich überlegen, ob er noch einmal wiederkommt. Und schlimmer noch: Er wird seinen Frust weitertragen. Dass Tagesgäste von vornherein fern bleiben, bedarf keiner weiteren Erklärung. Eine kurzfristige Lösung gibt es nicht - nur die bittere Erkenntnis, dass jahrzehntelang zu wenig in den Erhalt der Verkehrsinfrastruktur investiert worden ist.

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Schleswig-Holsteins Verkehrsminister Reinhard Meyer (SPD) hat die Hochbrücke zur Chefsache erklärt und ließ sich am Sonnabend vor Ort über die Hintergründe der Sperrung informieren. Mit rund 20-minütiger Verspätung erreichte Meyer von Hamburg kommend gegen 11 Uhr das von 1969 bis 1971 errichtete Brückenbauwerk.

Karsten Leng 11.09.2013

Die am Freitag begonnene Sanierung der Rader Hochbrücke bei Rendsburg hat am Sonnabend für lange Staus auf der A7 gesorgt. Ab Höhe Bordesholm standen die Autofahrer am Vormittag in Richtung Norden 17 Kilometer, in Richtung Süden ab Owschlag vier Kilometer im Stau.

KN-online (Kieler Nachrichten) 11.09.2013

Die Rader Hochbrücke ist wegen „massiver Verschleißerscheinungen“ ab sofort mindestens vier Monate lang für Lastwagen ab 7,5 Tonnen komplett gesperrt. Für Autos steht je Fahrtrichtung nur noch eine statt zwei Spuren zur Verfügung. „Wir hatten keine andere Alternative“, sagt Verkehrsstaatssekretär Frank Nägele. Tourismusverband, ADAC und Speditionen sprechen von einer „Katastrophe“. Die Polizei rechnet mit Rekordstaus.

Bastian Modrow 11.09.2013
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