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Meinungen Kommentar - Bodo Stade zum Fall Robin L.
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21:48 09.10.2018
Von Bodo Stade
Bodo Stade ist stellvertretender Chefredakteur der Kieler Nachrichten Quelle: Ulf Dahl
Bad Oldesloe

Doch Robin L. starb am Sonntag in Bad Oldesloe durch zwei Kugeln aus einer Polizeiwaffe. Die Schüsse trafen ihn in die Brust. In ganz Schleswig-Holstein wird seitdem die Frage diskutiert, ob dieser Tod nicht vermeidbar gewesen wäre.

Es ist eine schreckliche Frage. Auch für den Beamten, der die Schüsse abfeuerte. Er hat sich bestimmt nicht um diesen Einsatz gerissen. Es war sein Job, in dieser Straße nach dem Rechten zu sehen. Und er ahnte nicht, dass am Ende ein junger Angreifer mit einem Messer auf ihn losgehen würde. Und doch muss er nun mit quälenden Gedanken leben. Hätten er und seine Kollegen den Mann nicht anders stoppen können? Warum nur hat er nicht auf die Beine geschossen?

Seit gestern steht ein weiterer schwerer Vorwurf im Raum. Auf einem Video sind Polizisten zu sehen, die nach den Schüssen scheinbar tatenlos um Robin L. stehen. Hätten sie in diesem Augenblick noch helfen können? Oder war es einfach zu spät?

Auch dies sind schreckliche Fragen. Und doch muss man sie stellen – weil sie zugleich so wichtig sind, weil es um das Vertrauen in unsere Polizei geht und weil vielleicht auch eine bessere Ausbildung helfen kann, Situationen wie diese zu meistern. Es ist jetzt die Aufgabe der Staatsanwaltschaft, die vielen offenen Fragen eindeutig zu klären.

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