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Meinungen Carola Jeschke zu den Apotheken
Mehr Meinungen Carola Jeschke zu den Apotheken
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00:18 15.08.2013
Von Carola Jeschke
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Risiken und Nebenwirkungen des strukturellen Wandels sind auch an diesem Berufsstand mit einst glänzenden Aussichten und hohem Sozialprestige nicht vorübergegangen, viele fühlen sich nur noch als „Schubladenzieher“ und Logistik-Experten für das günstigste Medikament. Dem will nun die Bundesvereinigung Deutscher Apotheker (ABDA) mit ihrem Vorstoß begegnen. Demnach sollen sich Apotheker als Experten für Arzneimittel von den Hausärzten abgrenzen können und für Beratungen extra vergütet werden.

 Doch im Alleingang verbessert die ABDA weder das Image des Berufsstandes, noch das viel zitierte Medikationsmanagement. Ganz im Gegenteil: Die Hausärzte fühlen sich überrumpelt und in ihrer Kernkompetenz bedroht, die Kassen verweisen empört auf die erfolgte Erhöhung der Aufschläge für verschreibungspflichtige Medikamente und die Patienten sind verunsichert. Das klingt nicht nach großem Wurf, sondern nach vorzeitig zerschlagenem Porzellan. Fest steht: Apotheken sind gesetzlich verpflichtet, zu beraten. Diese Beratung ausgerechnet bei chronisch Kranken, die in intensiver ärztlicher Behandlung sind, kostenpflichtig machen zu wollen, ist kein guter Start der geplanten „Großreform“.

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