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Meinungen Christian Hiersemenzel zu Extremisten
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09:10 06.03.2019
Von Christian Hiersemenzel
Christian Hiersemenzel kommentiert die Studie zum Linksextremismus. Quelle: Ulf Dahl
Kiel

 Warum gibt es eine solche Analyse nicht längst? Auch wenn sich der Rechtsextremismus derzeit weitaus aggressiver in unsere Gesellschaft zu schieben scheint, darf der Staat nicht die Augen davor verschließen, dass seine Verfassungsfeinde auch am linken Rand sitzen.

Die Bilder um den G-20-Gipfel in Hamburg sind uns allen in bester Erinnerung. Im Sommer 2017 kam es im Schanzenviertel zu Ausschreitungen ungeahnten Ausmaßes. Das war quasi vor unserer Haustür. Und entsprechend dürfte ein Teil der Randalierer auch aus Schleswig-Holstein kommen. Wohin hat sich der Schwarze Block aufgelöst? Wie leben Linksautonome, und wo verlaufen die Grenzen zwischen Krawallmachern und Antifa-Szene? All diese Fragen müssen beleuchtet werden, und das kann nicht nur eine Frage des Verfassungsschutzes sein, weil viele Aktivitäten nicht justiziabel sind und unterm Radar des Innenministeriums laufen.

Auch das könnte die Studie ergeben: Vielleicht ist Linksextremismus im Norden kein Problem. Umso wichtiger wäre deshalb, dass das, was uns der Landespräventionsrat am Ende vorstellen wird, wirklich seriös und wissenschaftlich fundiert ist. Wenn SPD und Grüne feststellen, dass die Online-Befragung für Manipulationen anfällig war, muss das ernst genommen werden. Wertlos macht es die Arbeit a priori nicht.

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