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Meinungen Christian Hiersemenzel zum AKW
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07:00 02.12.2017
Von Christian Hiersemenzel

Wie problematisch Kernkraft ist, offenbaren die Schwierigkeiten, den Müll zu entsorgen – und dabei ist längst nicht mehr nur von alten Brennstäben die Rede, die in irgendwelchen Castoren gelagert und transportiert werden, bis die Welt eine schlauere Lösung gefunden hat. Es geht auch um angeblich unbelasteten Gebäudeschutt, der nach dem Abriss irgendwo entsorgt werden muss. Nachbarn von Deponien sind alarmiert, weil sie befürchten, dass Reststrahlung ins Grundwasser sickern könnte. Wer diese Angst nicht verstehen kann, der sollte sich fragen, ob er neben einer solchen Halde seine Kinder spielen lassen würde.

Jetzt allerdings gibt es kein Zurück mehr. Und für die Kieler Landesregierung, besonders aber für den grünen Energiewendeminister Robert Habeck beginnt der schwierigere Teil der Arbeit. Wenn doch Atomkraftwerke schon bald der Vergangenheit angehören und wir alle trotzdem Strom brauchen, muss der Wechsel zu regenerativen Energien möglichst zügig gelingen. Noch ringen Land und Bürger darum, an welchen Standorten Windräder errichtet werden dürfen, und es ist unklar, ob es der Regierung gelingt, die breite Mehrheit auf ihre Seite zu ziehen. Der Knoten ist längst noch nicht durchgeschlagen. An diesem Montag wollen zwei Bürgerinitiativen Protestunterschriften vorlegen.

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Im Grunde klingt es völlig einfach: Landwirte aus Schleswig-Holstein vermarkten ab sofort ihre Produkte auf direktem Weg, erzielen – abgekoppelt von Weltmarktpreisen – eine höhere Wertschöpfung und erfahren zudem eine erhöhte Wertschätzung der Verbraucher. Soweit die Theorie.

Jan von Schmidt-Phiseldeck 01.12.2017

Diese Entscheidung dürfte alles andere als lutherisch-kraftvoll ausfallen. Sollte die Mehrheit im Kieler Landtag tatsächlich den Reformationstag zum neuen gesetzlichen Feiertag erklären, und darauf deuten derzeit alle politischen Signale hin, werden sich nur die wenigsten Abgeordneten auf religiöse Motive berufen.

Christian Hiersemenzel 30.11.2017

Einem gemeinen Gerücht zufolge war es in Hamburg bis 2008 kaum möglich, eine Kneipe zu besuchen, ohne von der HSH Nordbank eine Schiffsfinanzierung angedreht zu bekommen. Das ist arg übertrieben – im Kern aber wahr.

Ulrich Metschies 30.11.2017
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