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Meinungen Christian Hiersemenzel zum Bestattungsrecht
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07:00 04.03.2016
Von Christian Hiersemenzel

Ja, das mag absurd klingen und an eine amerikanische Hollywood-Klamotte erinnern, in der das ehrwürdige Behältnis vom Kamin kippt und auf dem Wohnzimmerboden zerschellt. Allerdings kann dieser Umgang mit einem Toten durchaus angemessen sein und ist nur ein paar hundert Kilometer weiter bereits erlaubt. Warum nicht auch in Schleswig-Holstein? Im Sinne von Pietät und Kontrolle könnte man zum Beispiel die Bestatter verpflichten, den Vorgang des Ausstreuens im Rahmen einer Zeremonie zu begleiten.

Ihre Kollegen aus Bremen berichten davon, dass seit der Novellierung im Stadtstaat die Nachfrage nach sogenannten Ausstreuungen anzieht. Es gebe immer wieder Menschen, denen es in ihrer Trauer wichtig ist, möglichst lange engen Kontakt zu den Verstorbenen zu halten, indem sie die Asche im Rosenbeet verteilen. Klar: Mit Sicherheit gibt es gute Gründe, gegen eine Lockerung des bestehenden Gesetzes zu sein. Die Fraktionen im Landtag täten deshalb gut daran, den Abgeordneten ihre Entscheidung freizustellen. Im Angesicht des Todes sind wir alle unserem Gewissen verpflichtet.

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