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Meinungen Christian Hiersemenzel zum SH-Tourismus
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20:48 22.10.2015
Von Christian Hiersemenzel

Wirtschaftsminister Meyer hat am Donnerstag bei allem Schulterklopfen deutlich gemacht, dass ihm die Entwicklung nicht schnell genug voranschreitet. Jeder, der mit offenen Augen durchs Land fährt, dürfte ihn verstehen.

Ein Grund für den Zeitverzug ist die unendliche Kleinteiligkeit. Da sind die einzelnen Gemeinden, die vielen lokalen und fünf regionalen Tourismusorganisationen sowie an der Spitze die Tourismus-Agentur des Landes – zahllose Akteure also, die allesamt mitreden wollen und vermeintlich ganz genau wissen, wie man um den Gast zu werben hat. Insider berichten jedoch immer wieder von Konkurrenzdenken, das einer gemeinsamen Sache entgegensteht. Schnell und effizient geht anders. Meyer will auf Dauer nur noch zwei Ebenen: ein Management, das die Strategien entwickelt, das Marketing übernimmt und Prozesse steuert. Und Menschen vor Ort, die aufgrund ihrer täglichen Arbeit wissen, was angeboten werden muss und woran es hapert. Aber ob diese Verschlankung durchzusetzen ist? Meyer wird noch eine Menge Überzeugungskraft benötigen.

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Wer nichts zu verlieren hat, kann gelassen Fehler zugeben. Wer viel zu verlieren hat, kämpft verzweifelt um seinen Status. Franz Beckenbauer hat viel zu verlieren, sehr viel. Der 70-Jährige ist der einzige Mensch auf dem Planeten, der als Spieler und Trainer Fußball-Weltmeister wurde und eine WM ins eigene Land geholt hat.

Thomas Pfeiffer 22.10.2015

Abschiebungen sind ein Graus. Immer. Für die Betroffenen, wenn sie nachts von der Polizei aus den Betten geholt werden, um in eine Heimat verfrachtet zu werden, aus der sie in der Regel aus gutem Grund geflohen waren. Aber auch für die Politik. Und für die Polizisten, die abgelehnten Asylbewerbern, die oft schon neue Kontakte geknüpft haben, in Nacht-und-Nebel-Aktionen ihre Hoffnung zerstören müssen: die Hoffnung auf eine neue, bessere Heimat.

22.10.2015

Bauern, die kniehoch in Milchseen stehen, Trecker-Sternfahrten, Aufkleberaktionen: Vielen Landwirten in Schleswig-Holstein steht das Wasser bis zum Hals. Mit ihren zum Teil drastischen Protestaktionen wollen sie dem Handel, aber auch dem Verbraucher zeigen: Wenn die Preise für ihre Produkte im Keller bleiben, stehen gerade viele kleinere Betriebe vor dem Aus.

Jan von Schmidt-Phiseldeck 22.10.2015