Menü
Kieler Nachrichten | Ihre Zeitung aus Kiel
Meinungen Christian Hiersemenzel zur Einbruchskriminalität
Mehr Meinungen Christian Hiersemenzel zur Einbruchskriminalität
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
19:30 21.01.2016
Von Christian Hiersemenzel

Motto: Ihr seid doch selbst schuld, wenn ihr zu Hause ungebetenen Besuch bekommt. Es ist also kein Wunder, dass sich auch im Kieler Umland viele Menschen nicht ernst genommen fühlen und längst über private Sicherheitsdienste und Bürgerwehren diskutieren. Der Polizei wird dieser Schutz nicht mehr zugetraut, und die geringe Aufklärungsquote frustriert noch mehr.

Ja, Innenminister Stefan Studt stockt in den nächsten Jahren die Landespolizei auf. Aber ob das ausreicht, damit sich die Bevölkerung schnell wieder sicherer fühlt und, noch wichtiger, damit Einbrecherbanden das Zeug gelegt wird? Nicht nur CDU und FDP haben erkannt, dass die innere Sicherheit in Zeiten steigender Kriminalität zu einem zentralen Wahlkampfthema wird.

Wollen die etablierten Parteien verhindern, dass sich der Rechtsruck mit seinen Haudrauf-Lösungen noch mehr Fahrt aufnimmt als bisher, dürfen sie sich ihre Deutungshoheit nicht aus den Händen nehmen lassen. Dazu aber sind schnelle, sichtbare Erfolge nötig. Ob SPD, Grüne und SSW den Ernst der politischen Lage wirklich erkannt haben? Ihre Argumente am Donnerstag lassen daran zweifeln.

Kommentare
Die Debatte geht am Morgen weiter
Die Kommentarfunktion ist zwischen 22:00 und 06:00 Uhr nicht aktiv – denn wir wollen eine gute Moderation der Beiträge gewährleisten.
Wir freuen uns am Morgen über Ihre konstruktiven Beiträge zum Thema!

Parken unterm Kieler Rathausplatz? Zwar ist das Ganze noch Zukunftsmusik, denn mit der Anhandgabe werden lediglich erste Prüfungen in die Wege geleitet. Als Besucher oder Einwohner kann man aber nur die Daumen drücken, dass die Idee nach so manchem gescheiterten Anlauf möglichst bald umgesetzt wird, vor allem dann, wenn sie einhergeht mit einer dringend notwendigen Umgestaltung des Platzes.

Martina Drexler 21.01.2016

Der Landtag hat es sich in der Feiertagsdebatte nicht leicht gemacht und am Ende eine knappe wie kluge Entscheidung getroffen. Das bisher strenge Veranstaltungsverbot an den drei stillen Tagen wird nur ein bisschen gelockert. In der Nacht zum Karfreitag darf länger gefeiert werden, und an den Abenden des Volkstrauertages und des Totensonntags sind Disco oder Oper jetzt auch gesetzlich erlaubt.

Ulf B. Christen 20.01.2016

Für Nichtjuristen klingt es unfassbar: Da droht ein Mammutprozess gegen zwölf Juwelenräuber zu platzen, dessen Nebenkosten schon nach wenigen Sitzungstagen die Höhe der sechsstelligen Beute übersteigen, nur weil kein Terminzettel vor einem verlassenen Verhandlungsaal im Kieler Landgericht hing!

Thomas Geyer 19.01.2016
Anzeige